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Reebok ist kein Schnäppchen Adidas ist Nike auf den Fersen

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Adidas, Nike und Reebok im Vergleich: Aktienkurs von Ende 2004 bis Mai 2005, Umsatz und Gewinn 2004. Klicken Sie auf die Lupe, um die ganze Grafik zu sehen. Grafik: Handelsblatt

Adidas, Nike und Reebok im Vergleich: Aktienkurs von Ende 2004 bis Mai 2005, Umsatz und Gewinn 2004. Klicken Sie auf die Lupe, um die ganze Grafik zu sehen. Grafik: Handelsblatt

Adidas setzt mit Reebok seine strategische Neuausrichtung fort. Der Konzern wolle sich ganz auf Sportschuhe und -kleidung konzentrieren, sagte Vorstandschef Hainer. Erst im Mai kündigte Adidas den Verkauf der vor allem im Winter- und Radsport aktiven französischen Salomon für 485 Mill. € an die finnische Amer Sports an.

Für den fusionierten Konzern erwartet Adidas mittelfristig jährlich ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Der Nettogewinn, der 2004 zusammen bei gut 450 Mill. € lag, soll um mehr als zehn Prozent zulegen. Die operative Marge soll auf mehr als elf Prozent steigen, Adidas erreichte zuletzt neun Prozent. Finanziert werde die Übernahme mit eigenen Mitteln und Krediten. Schon im ersten vollen Jahr bei Adidas soll Reebok zum Ergebnis beitragen, für das dritte Jahr erwartet Adidas Einsparungen von 125 Mill. €. Mit dem Abschluss der Übernahme wird im ersten Halbjahr 2006 gerechnet. Einwände der Kartellbehörden erwartet Adidas nicht.

Der bisherige Reebok-Chef Paul Fireman soll die Geschäfte des Unternehmens auch künftig führen, auch die Marke „Reebok“ soll erhalten bleiben. Fireman hält mit seiner Frau 17 % der Anteile und hat dem Verkauf seiner Papiere zugestimmt.

Experten reagierten zunächst zurückhaltend auf die Pläne, im Handelsverlauf schlug die Stimmung aber um. Das Papier legte um bis zu 6,5 % zu. „Anfangs herrschte noch Skepsis wegen des Reebok-Kaufs, aber der doch hohe Preis relativiert sich vor dem Hintergrund der entstehenden Synergien wie Einkaufsvorteile und gemeinsames Marketing und den zusätzlichen Potenzialen“, sagte Nils Lesser von Merck Finck. „In einem Rutsch expandieren beide Marken beträchtlich in Asien, Nordamerika und Europa“, zeigte sich Analyst Uwe Weinreich von der HVB angetan.

„Wir sind skeptisch, weil wir den Schritt vor allem von der regionalen Ergänzung in den USA getrieben sehen und ansonsten wenig Synergien erwarten“, sagte Analyst Jörg Frey von Sal. Oppenheim. Die HVB stufte die Aktie gleich nach Bekanntwerden des Geschäfts von „Outperform“ auf „Neutral“ herunter.

Leisten kann sich Adidas den Kauf. Im zweiten Quartal, für das der Konzern kurz nach Bekanntgabe des Reebok-Kaufs die Zahlen vorlegte, hat Adidas den Gewinn deutlich gesteigert. Aus den Geschäftszahlen hat Adidas das Wintersport-Geschäft von Salomon bereits herausgerechnet. Ohne Salomon stieg das Nettoergebnis um 33 % auf 94 Mill. €. Mit 1,52 Mrd. € setzte Adidas acht Prozent mehr um als noch vor einem Jahr. Allerdings gingen die Erlöse auf dem schwierigen europäischen Markt um ein Prozent zurück. In den USA und Kanada legten sie zehn Prozent zu.

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