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Reisemobil-Hersteller Hymer untersucht Bilanz-Unregelmäßigkeiten bei der Nordamerika-Tochter

Hymer hat mehrere Manager wegen Bilanz-Unregelmäßigkeiten der US-Tochter suspendiert. Der Verkauf von Hymer an Thor Industries wird neu verhandelt.
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Hymer untersucht Bilanz-Unregelmäßigkeiten der US-Tochter Quelle: dpa
Hymer auf der Campingmesse Caravan

Der Verkauf des europäischen Marktführers bei Wohnmobilen an US-Konkurrent Thor Industries wird noch einmal aufgeschnürt.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer europäische Marktführer bei Reisemobilen, die Erwin Hymer Group (EHG), untersucht derzeit die Geschäftsaktivitäten der Nordamerika-Tochter. „Erste Untersuchungen haben Unregelmäßigkeiten im Berichtswesen des Unternehmens ergeben“, teilte der Konzern mit Zentrale im schwäbischen Bad Waldsee mit.

Daher hat Hymer bereits mehrere Manager der Nordamerika-Tochter suspendiert. Externe Wirtschaftsprüfer sollen jetzt den Fall untersuchen. Das Unternehmen kündigte eine vollständige und umfassende Aufklärung an.

In den USA erzielt die Hymer-Gruppe rund 300 Millionen Euro Umsatz. Dieser Umsatz ist aber nach Angaben des US-Onlinemagazins „RV Daily Report“ wohl in Wirklichkeit deutlich geringer ausgefallen. Das Management soll rund 1.700 Rechnungen im Gesamtwert von mehr als 100 Millionen Dollar manipuliert und damit den US-Umsatz in die Höhe getrieben haben.

Der Skandal in Nordamerika beeinflusst den Verkauf der gesamten Hymer-Gruppe an den US-Konzern Thor Industries, der eigentlich bis zum 30. April abgeschlossen sein sollte. Die Amerikaner haben zwar alle Genehmigungen der Kartellbehörden bekommen, aber der Deal wird wegen des Skandals im Nordamerika-Geschäft jetzt erneut überprüft.

Verkauf an Thor Industries wird neu verhandelt

„Thor Industries und die Gesellschafter der Erwin Hymer Group verhandeln über den Abschluss des Kaufs der Erwin Hymer Group ohne das Nordamerika-Geschäft“, teilte Hymer mit. Die Amerikaner drängen auf einen Abschluss. Hymer steht unter Druck und wird Preiszugeständnisse machen müssen. Ob der Deal in Gefahr ist, kann noch nicht ausgeschlossen werden.

Die Familie des verstorbenen Unternehmensgründers Erwin Hymer hatte im vergangenen Herbst den Verkauf des Unternehmens an den US-Rivalen Thor Industries bekanntgegeben. Mehr als zwei Milliarden Euro wollten die Amerikaner bezahlen, davon 200 Millionen Euro in Aktien. Die Familie sollte nach den ursprünglichen Planungen danach etwa vier Prozent der Aktien von Thor halten.

Thor ist mit 48 Prozent Marktanteil unangefochtener Marktführer in Nordamerika und die Hymer-Gruppe mit ihren 24 Marken – darunter Bürstner, Dethleffs, Laika, Eriba und Carado – und rund 25 Prozent Marktanteil die Nummer eins in Europa.

Die Amerikaner wollen mit der Übernahme zum Weltmarktführer mit zehn Milliarden Dollar Umsatz und einem Weltmarktanteil von 30 Prozent werden. Dass die Amerikaner nun weniger für den Kauf bezahlen könnten, ist durchaus realistisch. Ihr Interesse an dem vergleichsweise kleinen US-Geschäft der Hymer Group dürfte ohnehin gering sein.

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