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Rekordabsatz 2003 Mineralwasser-Boom dank Sommer-Hitze

Wegen der Hitzewelle im Sommer haben die Deutschen 2003 mehr Mineralwasser denn je getrunken. Zugleich erhöhte sich der Anteil an Kunststoff-Mehrwegflaschen merklich auf Kosten der schwereren Glasflaschen.

HB BERLIN/BONN. Der Absatz sei um 14,6 % auf die Rekordmenge von 9,6 Mrd. Liter Mineral- und Heilwasser gestiegen, teilte der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) am Mittwoch in Berlin und Bonn mit. Damit stieg der Pro-Kopf-Verbrauch auf 129 Liter nach 113,7 Litern im Vorjahr. 1990 hatte der Pro-Kopf-Verbrauch erst bei 82,7 Litern gelegen.

Ursache für den deutlichen Anstieg sei der besonders heiße Sommer gewesen, sagte VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe. Am beliebtesten sei erneut kohlensäurehaltiges Mineralwasser gewesen, von dem 5,3 Mrd. Liter abgesetzt wurden, womit auf diesen Bereich 55,6 % des Gesamtabsatzes entfielen.

Das stärkste Wachstum verzeichneten jedoch kohlensäurefreie Mineralwässer mit einem Absatzplus von 39,3 % auf 340 Mill. Liter. Der Absatz von Erfrischungsgetränken auf Mineralwasserbasis kletterte um 10,6 % auf 3,2 Mrd. Liter. Insgesamt setzte die Mineralbrunnen-Branche 12,75 Mrd. Liter ab, was einem Plus von 13,6 % entsprach.

Immer beliebter werden bei den Verbrauchern unterdessen die leichteren PET-Mehrwegflaschen. Ihr Anteil stieg auf 29 % nach 16,7 % im Jahr zuvor. Zugleich ging der Anteil der klassischen Glas-Mehrwegflasche auf 58 von zuvor 67,7 % zurück. Insgesamt lag der Mehrweg-Anteil bei den Mineralbrunnen im vergangenen Jahr bei gut 80 %.

Zur Umsatzentwicklung unter den 230 deutschen Mineralbrunnen sagte der Verbandschef lediglich, die Umsatzsteigerung hinke wegen des enormen Preisdrucks im Lebensmittelhandel deutlich hinter der Absatzsteigerung hinterher.

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