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Renault und Fiat Chrysler Autoskandale erschüttern die Börsen

Hat jetzt auch Frankreich seinen Abgasskandal? Büros von Renault wurden durchsucht, es geht um erhöhte Emissionen. Die Aktie stürzt ab: Renault ist 370.000 Clios weniger wert – und auch Fiat-Chrysler steht am Pranger.
Update: 14.01.2016 - 18:02 Uhr 27 Kommentare
Durchsuchungen beim französischen Autokonzern. Quelle: Reuters
Carlos Ghosn und der Renault Talisman

Durchsuchungen beim französischen Autokonzern.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf/Paris/New YorkEine Razzia der französischen Behörden hat Renault am Donnerstag den größten Kurssturz der Firmengeschichte eingebrockt. Die Aktien des französischen Autobauers fielen zeitweise um knapp 23 Prozent auf ein Dreieinhalb-Monats-Tief von 67 Euro. Damit büßte das Unternehmen binnen eines Tages rund fünf Milliarden Euro an Börsenwert ein. Das entspricht in etwa 370.000 Neuwagen des Modells Clio. Die Werte von Mitbewerber PSA Peugeot Citroën waren zeitweise ebenfalls betroffen. Und auch bei Fiat-Chrysler gibt es offenbar einen handfesten Skandal.

Auslöser der Verkaufswelle bei Renault war ein Bericht der Nachrichtenagentur AFP, demzufolge vor dem Hintergrund der VW-Abgasaffäre Büros und Werke des Autobauers durchsucht wurden. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, waren unter anderem Technikzentren betroffen. Die Durchsuchungen basierten demnach auf einer von der französischen Regierung angeordneten Untersuchung, ob auch französische Autobauer Manipulationssoftware installiert haben könnten.

Zuerst berichteten am Donnerstag Gewerkschaftskreise von den Durchsuchungen, die demnach bereits in der vergangenen Woche stattfanden. Renault versicherte dann in seiner Erklärung, die zuständige Untersuchungskommission habe „keinen Hinweis auf die Existenz von Manipulationssoftware in den Fahrzeugen von Renault“ gefunden. Eingesetzt wurden die Experten vom französischen Ministerium für Umwelt und Energie. Renault versicherte, mit der Regierung „vollständig“ zu kooperieren.

In Dieselautos von Renault ist nach Angaben der Pariser Regierung keine Schummel-Software eingebaut. In einer Untersuchung sei keine Manipulationssoftware gefunden worden, sagte Umweltministerin Ségolène Royal am Donnerstag. Wirtschaftsminister Emmanuel Macron sagte bei einem Besuch in Berlin, die Lage bei Renault sei „in keinster Weise“ vergleichbar mit der bei Volkswagen.

Royal sagte am Donnerstag aber auch, dass Dieselfahrzeuge von Renault und zwei ausländischen Autobauern mehr Emissionen ausstoßen als vom Hersteller angegeben. Sowohl der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid als auch des gesundheitsschädigenden Stickoxid lägen über den Grenzwerten, sagte Royal.

Talisman soll Renault Glück bringen
Für den Antrieb des französischen Hoffnungsträgers stehen zwei Benziner sowie drei Diesel zur Wahl
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Für Sicherheit sorgt eine Armada an radar-, ultraschall- und kamerabasierten Systeme wie Sicherheitsabstands-Warner, Notbremsassistent mit Geschwindigkeitswarner, Totwinkel- und Spurhalte-Warner, Fernlichtassistent und adaptiver Tempomat.

Elektrisch verstellbare Vordersitze, die heizen oder kühlen können und auch eine Ambiente-Beleuchtung hat der Viertürer an Bord.

(Foto: )
Alter Name, neues Glück?
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Mit dem Talisman zeigt Renault einen Nachfolger für Laguna und Latitude. Und will verlorenes Terrain in der Mittelklasse gut machen.

(Foto: PR)
Hinten gibt es schmale Lichter
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An Bord der 4,85 Meter langen Limousine hat der französische Autobauer eine Fülle an technischen Schmankerln gepackt. Neben LED-Scheinwerfern und einem Head-up-Display beispielsweise auch das hauseigene Multi-Sense-System, mit dem sich Lenkung, Gangwechsel, Dämpfung und Ansprechverhalten des Motors sowie auch die Innenraumbeleuchtung, Klimatisierung und Motorensound regeln lassen.

(Foto: )
Renault brachte neben der Limousine auch einen Kombi mit zur IAA 2015
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Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn sagte, ein Elektro- oder Hybridantrieb ei für das Modell nicht vorgesehen. Der Laguna-Nachfolger wird als Limousine sowie Kombi in der französischen Stadt Douai gebaut.

(Foto: PR)
Auf Kundenfang gehen die Franzosen mit einer Fünfjahres-Garantie ...
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... und einem derzeit noch seltenen Extra: einer Allradlenkung.

(Foto: )
Der Talisman wirkt eleganter und seriöser als der Laguna
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Basisdiesel ist der 1,5-Liter große dCI 110, darüber rangiert der 1,6-Liter große Selbstzünder, der wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe verfügbar ist. Die Leistungsspitze markiert der Diesel dCI 160. Die beiden Benziner leisten 150 beziehungsweise 200 PS und sind mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden.

(Foto: PR)
Renault kann nicht nur Dacia
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Das Design stammt vom Niederländer Laurens van den Acker, der unter anderem auch Twizy und Captur gestaltet hat.

(Foto: PR)

Renault hatte nach dem Bekanntwerden des „Dieselgates“ behauptet, im Unternehmen habe es keinerlei vergleichbare Vorgänge gegeben und der Hersteller setze keine Betrugssoftware ein, um Abgaswerte zu schönen. Die Regierung hatte angekündigt, sie werde alle französischen Fahrzeuge und Autofirmen genauen Prüfungen unterziehen. Sie sah allerdings keinerlei Anfangsverdacht. Die Durchsuchungen stehen wohl im Zusammenhang mit den angekündigten Nachforschungen.

Volkswagen hatte im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests einen niedrigeren Stickoxidausstoß anzeigt als auf der Straße. Die französische Regierung ordnete daraufhin die Untersuchungen an.

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Fiat-Chrysler soll Absatzzahlen manipuliert haben
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27 Kommentare zu "Renault und Fiat Chrysler: Autoskandale erschüttern die Börsen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr dM

    Sie in Deutschland sind oft von Dauerpessimismus, Schwarzmalerei und Neid geprägt. Dies kenne und erlebe ich in der Tat hier nicht.

    Den Menschen geht es hier durchweg wirtschaftlich schlechter und ihre Sorgen sind hier Luxussorgen. Ihnen allen geht es in Deutschland sehr sehr gut und deshalb sind sie haeufig Opfer rechtspopulistischer Rattenfaenger, die Ihnen jeden Tag bittere Luegen auftischen. Für diese Jammerei auf Hoechstniveau muss man sich wirklich schämen.

    Menschen, die sich sachlich Sorgen machen, schliesse ich ausdrücklich von der Kritik aus. Dies setzt aber voraus, dass man sich nivaeuvoll und sachlich auf Augenhoehe austauscht. Etwas was man hier im Forum kaum findet.

  • Quatsch, die haben alle Tests eingehalten. (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  •  
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Gratuliere, und willkommen im Club, sehr korrekter Zweitwagen.
    Ich habe auch nur Stuttgarter Hersteller im Fuhrpark, als Arbeitstier und Erstwagen lass ich aber nichts auf meinen Benz Diesel kommen, bin halt viel unterwegs.

  • Wieso die Amis?

    VW hat betrogen. Und VW hat das so zugegeben.
    Also immer schön bei den Fakten bleiben.


    Sie haben in Deutschland eini Problem mit Ihrem ueberforderten und Industrie hörigen Bundesverkehrsminister.

  • Da hat nichts mit Sozialismus zu tun.

    Stecken sie die Verbrecher in Nadelstreifen wegen vorsaetzlichem Betrug und Korruption in den Knast. Wuerde es der hier im Forum von den meisten beliebte Putin machen.

    Eigenartig, dass die meisten Rechtspopulisten in Deutschland derart doppelzuengig daher reden.

  • Nach dem Motto: „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass..“. Sie haben schon Recht Herr Marc Hofmann. Politiker sind in der Regel heuchlerische Pololisten, immer bestrebt dem Wahlvolk nach dem Mund zu reden. Und der will, immer von der Furcht getrieben man könne ihm ja etwas von seinem bequemen Leben wegnehmen, halt Ökologie, Ökologie, Ökologie. Dabei erlaubt er sich aber sehr wohl jedes Jahr mindestens einmal mit einem die Umwelt, pro Passagier, schwer belastenden Jet in den Urlaub zu fliegen, sich mindestens ein Auto, nicht selten einen SUV mit allen Komfort, elektronischen Helferlein, Klima etc. etc. um Kinderchen zur Schule zu fahren, zu leisten, es im Winter auch sehr schön warm zu haben u.s.w., u.s.w…
    Und die Klimaziele, die die Politik den Autoherstellern (die ja auch noch sehr wohl Arbeitsplätze erhalten und schaffen sollen) vorgibt, sind mit den Marktanforderungen (eben SUV etc.) nicht realisierbar. Sonst verkauft man dem heuchlerischen Volk eben keine Autos mehr. Was denn nun? Eine besoffenen Frau und gleichzeitig ein volles Fass geht eben nicht.
    Michael Jackson hatte schon recht in einem seiner Lieder als er dort sang: „And when you want to make the world a better place, take a look at your self and than make the change…“.

  • Herr dM

    Folgt man Ihrer Logik, dann sind die Angaben, Gesetze zur Einhaltung der Emissionsvorschriften in Deutschland ueberfluessig und Gestzgeber wie auch Verbraucher duerfen vorsaetzlich betrogen werden.

    Irgendwie steht das diametral im Widerspruch zu dem, was Sie hier täglich in puncto Arbeit der Bundesregierung posten.

    Trotzdem aendert das nichts an der Tatsache, dass VW und weitere Automobilhersteller vorsätzlich betrogen haben. Im uebrigen fahe ich ein Fahrzeug, as in puncto Sicherheit, Robustheit und Zuverlässigkeit den Erfordernissen von uns entspricht . Ich lebe nicht in Europa.



  • Wenn das so weiter geht, sitzen wir auf Sicht alle auf´m Pedelec oder in einem E-Trabbi.heisst dann nur anders. Den Sozialismus in seinem Lauf.....

    Betreutes Fahren der Zukunft:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Google_self-driving_car#/media/File:Google_self_driving_car_at_the_Googleplex.jpg

  • Ich bin nicht betroffen. Fahre Porsche 911 mit 6 Zylinder Ottomotor.

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