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Renaults Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard soll die zerstrittene Renault-Nissan-Allianz retten

Die Ära Ghosn ist vorbei. Der frühere Michelin-Chef Jean-Dominique Senard muss das Bündnis Renault-Nissan nun mit Fingerspitzengefühl festigen.
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Er leitet das neue Führungsgremium. Quelle: action press
Jean-Dominique Senard

Er leitet das neue Führungsgremium.

(Foto: action press)

ParisAußergewöhnliches diplomatisches Geschick benötigt der neue amtierende Präsident des Verwaltungsrats von Renault: Jean-Dominique Senard muss die Auto-Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi zusammenhalten, ohne den selbstbewussten Nissan-Managern zu vieles durchgehen zu lassen. Da trifft es sich gut, dass ihm Diplomatie in den Genen liegt: Sein Vater war Botschafter Frankreichs in wichtigen Hauptstädten der Welt.

In dieser Woche erreichte der 66-Jährige sein erstes Ziel – die Gründung eines neuen Boards, in dem er gemeinsam mit Renault-Chef Thierry Bolloré, Nissan-CEO Hiroto Saikawa und Mitsubishi-Chef Osamu Masukodie strategische Entscheidungen trifft. Bei allem demonstrativen Gemeinsinn: Er ist es, der das vierköpfige Gremium leitet.

Warum denn zwei Franzosen im Board säßen, obwohl Renault nur ein Unternehmen ist, fragte ein Journalist bei der Vorstellung der neuen Struktur. „Wahrscheinlich sind die Japaner stärker als wir, deshalb sind wir zwei“, antwortete er augenzwinkernd. Tatsächlich hat sein Nissan-Partner Hiroto Saikawa schon gezeigt, dass mit ihm nicht zu spaßen ist.

Dem abgesetzten Chef Carlos Ghosn verdankt er zwar seinen Aufstieg, doch 2018 wendete er sich plötzlich gegen ihn. Saikawa, dem die Machtfülle Ghosns zuwider war, wurde zum Kronzeugen seiner angeblichen Missetaten: Verstoß gegen Börsenauflagen in Tokio und Übertragen privater Investitionsverluste auf Nissan.

Senard wirkt zurückhaltender als der dominante Ghosn; wenn er seine Hände knetet, sogar schüchtern. Doch seine Durchsetzungskraft hat er bereits bei Michelin bewiesen, als er das Unternehmen entschuldete und dessen Rentabilität steigerte. Senard zählt wie der Gouverneur der Banque de France, François Villeroy de Galhau, zu den reichen französischen Katholiken mit sozialer Ader. 2018 legte er mit der früheren Chefin von Frankreichs sozialistischer Gewerkschaft CFDT, Nicole Notat, einen Bericht über die heutige Rolle von Unternehmen vor. Ein Beleg dafür, dass er Gegensätze entschärfen kann.

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