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Rheinmetall Düsseldorfer Rüstungskonzern will von weltweiten Konflikten profitieren

Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt Rheinmetall mit seiner Verteidigungssparte. Die guten Geschäfte tragen zur Rückkehr in die schwarzen Zahlen bei. Der Konzern hofft auf weitere staatliche Rüstungsaufträge.
17.03.2016 - 12:57 Uhr
Rheinmetall macht wieder Gewinn. Quelle: dpa
Schützenpanzer Puma

Rheinmetall macht wieder Gewinn.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/Wolfsburg Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall will im laufenden Jahr wieder stärker an weltweiten Krisen verdienen. „Die internationale Konfliktlage veranlasst viele Staaten, wieder mehr für ihre Streitkräfte auszugeben“, sagte Konzernchef Armin Papperger am Donnerstag in Düsseldorf.

Nach einem Verlust von 67 Millionen Euro im Jahr 2014 war die Verteidigungssparte des Konzerns im vergangenen Jahr mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 90 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Für das laufende Jahr werde mit weiteren Ergebnissteigerungen in der Sparte gerechnet, kündigte das Unternehmen an.

Vom Gesamtumsatz des Rheinmetall-Konzerns von 5,183 Milliarden Euro war im vergangenen Jahr mit 2,6 Milliarden Euro rund die Hälfte auf die Verteidigungssparte entfallen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) war im Konzern von 102 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 287 Millionen Euro im vergangenen Jahr gestiegen. Unterm Strich blieb ein deutlich gesteigerter Gewinn von 160 Millionen Euro. Das Unternehmen will deshalb die Dividende auf 1,10 Euro fast verdreifachen.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

(Foto: Screenshot Youtube)
Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

(Foto: AFP)
Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

(Foto: Reuters)
Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

(Foto: dapd)
Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

(Foto: dapd)
Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

(Foto: ap)
Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

(Foto: dpa)

In der Autozuliefer-Sparte hat Rheinmetall einen prominenten Kunden: Volkswagen deckt sich für seinen angestrebten Rückruf in den USA mit Abgasklappen der Düsseldorfer ein. Der Konzern habe die Teile für die Umrüstung bereits bestellt, sagte der Chef von Rheinmetalls Autozuliefer-Sparte, Horst Binnig. Es gehe dabei aber um ein geringes Auftragsvolumen „unterhalb von einer Million Euro“.

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    Der Umfang der VW-Bestellungen von Teilen für Dieselautos sei seit dem Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen zurückgegangen, sagte Binnig: „VW ruft weltweit reduziert ab.“ Rheinmetalls Abhängigkeit von den Diesel-Bestellungen des VW-Konzerns sei aber sehr gering.

    Bestellungen für die Nachrüstung liefen dem entgegen gut, erklärte Binnig. Unterm Strich gebe es „einen sehr geringen negativen Effekt, was VW angeht“. Die Affäre sei allerdings schlecht für die Selbstzünder-Technik: „Es schadet generell dem ganzen Thema Diesel.“

    Diese Zulieferer arbeiten besonders eng mit VW zusammen
    Platz 15: Thyssen-Krupp
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    Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete Thyssen-Krupp durch Geschäfte mit Volkswagen einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Die Summe macht allerdings lediglich 5 Prozent am Gesamtumsatz aus.

    Angaben beruhen auf Geschäftsberichte, Unternehmenspräsentationen, Berechnungen und Schätzungen. Quelle: Bloomberg, HRI
    Stand: 28. September 2015

    (Foto: dpa)
    Platz 14: Leoni
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    Die Leoni AG aus Nürnberg ist als Hersteller von Kabeln und Drähten auf Bordnetz-Systeme spezialisiert. Als Zulieferer für Volkswagen machte das Unternehmen 2014 einen Umsatz von 243 Millionen Euro, das waren 6 Prozent des Gesamtumsatzes.

    (Foto: dpa)
    Platz 13: Rheinmetall
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    Auch Rheinmetall erzielt 6 Prozent seines Gesamtumsatzes mit VW, 294 Millionen Euro waren es im Geschäftsjahr 2014.

    (Foto: dpa)
    Platz 12: ZF Friedrichshafen
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    Rund 1,5 Milliarden Euro erlöste der Konzern mit den Wolfsburgern, 9 Prozent des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2014.

    (Foto: dpa)
    Platz 11: Continental
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    Der Dax-Konzern erwirtschaftete durch VW-Aufträge im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro, die immerhin 9 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten.

    (Foto: dpa)
    Platz 10: Delphi
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    Der US-Zulieferer Delphi Automotive setzte bei Geschäften mit VW 2014 rund 1,2 Milliarden Euro um – 10 Prozent des Gesamtumsatzes.

    (Foto: dpa/picture-alliance)
    Platz 9: Elring-Klinger
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    Der unter anderem auf Zylinderkopf und Spezialdichtungen spezialisierte Konzern machte durch Geschäfte mit VW absolut den geringsten Umsatz in der Rangliste: lediglich 142 Millionen Euro. Die Summe machte trotzdem 10 Prozent des Gesamtumsatzes im Geschäftsjahr 2014 aus.

    (Foto: dpa)
    • dpa
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