Rheinmetall Geschäft in Auto- und Rüstungsbranche boomt

Bei Rheinmetall haben sowohl das Rüstungsgeschäft als auch die Autosparte im abgelaufenen Quartal ihre Erträge deutlich gesteigert. Vorstandschef Armin Papperger sieht den Düsseldorfer Konzern auf Kurs.
Update: 07.11.2017 - 10:46 Uhr Kommentieren
Rheinmetall: Geschäft in Auto- und Rüstungsbranche boomt Quelle: dpa
Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf

Im Gesamtjahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von rund sechs Prozent an.

(Foto: dpa)

DüsseldorfRheinmetall profitiert von anziehenden Geschäften in der Auto- und Rüstungsbranche. Bei anziehenden Erlösen erhöhten beide Sparten ihre Erträge in den ersten neun Monaten deutlich, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. „Wir sind sehr zuversichtlich, unsere im August leicht erhöhten Ergebnisprognosen gut erreichen zu können. Rheinmetall ist auf gutem Kurs,“ bekräftigte Vorstandschef Armin Papperger.

Bei einem Umsatzplus von 6,9 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro schnellte im dritten Quartal das operative Ergebnis um 27 Prozent auf 231 Millionen Euro. Dabei steuerte die Autozulieferung als unverändert größte Sparte einen Erlös von 2,15 (1,99) Milliarden Euro bei und einem operativen Gewinn von 186 (163) Millionen Euro.

Die Wehrtechnik setzte 2,03 (1,91) Milliarden Euro um und verdiente mit 60 Millionen Euro operativ fast doppelt so viel wie vor Jahresfrist. Der Auftragsbestand lag bei 6,73 (6,89) Milliarden Euro. Im Gesamtjahr peilt Rheinmetall ein organisches Umsatzwachstum in Höhe von rund sechs Prozent an und eine operative Ergebnismarge von leicht über 6,5 Prozent.

Das sind die größten Autozulieferer der Welt
Platz 10: Faurecia
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Der Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die Franzosen kletterten im Ranking in diesem Jahr um einen Rang nach oben, obwohl es beim Umsatz um 0,3 Prozent nach unten ging. Der Umsatz betrug 2016 insgesamt 18,7 Milliarden Euro.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 9: Michelin
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Die vor allem für ihre Reifen bekannte Firma aus Frankreich machte 2016 insgesamt 20,9 Milliarden Euro Umsatz. Das bedeutet ein Minus von 1,4 Prozent. Dennoch reicht es für die Top Ten der größten Automobilzulieferer der Welt.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Die Japaner, ebenfalls vor allem für ihre Reifen bekannt, bleiben trotz eines Minus von 6,7 Prozent auf dem achten Platz der Rangliste. Der Umsatz betrug zuletzt 22,5 Millionen Euro.

Platz 7: Aisin
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Die zweite japanische Firma in den Top Ten: Aisin, das zur Toyota-Gruppe gehört, darf sich über ein Plus von 15,9 Prozent freuen. Damit lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 28 Milliarden Euro.

Platz 6: Hyundai Mobis
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Obwohl die Koreaner, die Hyundai und Kia beliefern, ein Plus von 7,6 Prozent machten, fielen sie um einen Rang zurück. Der Umsatz betrug 30,2 Milliarden Euro.

Platz 5: ZF Friedrichshafen
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Der Stiftungskonzern vom Bodensee konnte Hyundai Mobis überholen, denn das Umsatzplus betrug zuletzt 19,3 Prozent. Der gesamte Umsatz für das Jahr 2016 beläuft sich auf 32,353 Milliarden Euro.

Platz 4: Magna
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Der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer verzeichnete jüngst ein Umsatzplus von 17,6 Prozent. Mit einem Erlös von 34.587 Milliarden Euro verharrt Magna auf dem vierten Rang.

Das auf die Aktionäre entfallende Nettoergebnis sank indes von 42 auf 36 Millionen Euro. Jüngst hatte Rheinmetall mitgeteilt, die Kolbenfertigung am französischen Standort Thionville zu schließen. Dabei fielen Kosten für Abfindungen, Rückbau und Abschreibungen an, die mit 22 Millionen Euro zu Buche schlagen. Mittelfristig will Rheinmetall damit aber rund 10 Millionen Euro jährlich einsparen.

Rheinmetall steht immer in der Kritik wegen Rüstungsgeschäften, etwa mit der Türkei. So forderten Menschenrechtler den Stopp von Exporten in das Land. Das abgekühlte Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei blockiert oder verzögert indes geplante Geschäfte. Mehrere Projekte etwa zur gemeinsamen Produktion von Kampfjet-Munition in der Türkei oder zur Nachrüstung von türkischen Leopard-Panzern gegen Raketenbeschuss der Terrormiliz IS zögen sich hin und würden von den Regierungen derzeit nicht entschieden, sagte der Rheinmetall-Chef Armin Papperger jüngst der Deutschen Presse-Agentur.

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