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Rheinmetall Rüstungskonzern will auch die Polizei ausrüsten

Der Bedarf nach Schutzausrüstung wächst in Zeiten des Terrors. Aus diesem Grund will der Rüstungskonzern Rheinmetall in Zukunft auch die Polizei beliefern. Einen Auftrag von der NRW-Polizei gebe es bereits.
30.08.2016 - 16:06 Uhr
Der Rüstungskonzern hat nach eigenen Angaben kürzlich einen Auftrag für die Lieferung von Schutzwesten für die NRW-Polizei erhalten. Quelle: dpa
Rheinmetall

Der Rüstungskonzern hat nach eigenen Angaben kürzlich einen Auftrag für die Lieferung von Schutzwesten für die NRW-Polizei erhalten.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Rüstungs- und Autozulieferkonzern Rheinmetall hat einen neuen Markt für sich entdeckt: den wachsenden Bedarf der Polizei nach Schutzausrüstung in Zeiten des Terrors. Für Rheinmetall böten sich hier vielfältige Möglichkeiten, sagte Konzernchef Armin Papperger am Montagabend. So habe das Unternehmen kürzlich einen Auftrag für die Lieferung von Schutzwesten für die NRW-Polizei erhalten. Seien bisherige Schutzwesten oft nur dazu geeignet, Schüsse aus Handfeuerwaffen zu stoppen, so können die neuen Westen nach Angaben des Konzerns auch dem Beschuss mit Schnellfeuerwaffen widerstehen.

Außerdem hofft das Unternehmen, die Landespolizeibehörden mit stärker gepanzerten Fahrzeugen versorgen zu können. Es gebe hier erkennbares Interesse bei Landespolizeibehörden, hieß es im Unternehmen.

Der Düsseldorfer Traditionskonzern stellt sich zurzeit neu auf. Dazu gehört auch, dass sich das Unternehmen nicht mehr als klassische „Rüstungsschmiede“ versteht, sondern Sicherheitssysteme auch im zivilen Bereich anbieten will - vom Objektschutz bis zur Drohnen-Detektion.

Dabei helfen soll eine engere Zusammenarbeit der bis vor kurzem weitgehend getrennt arbeitenden Sparte Automotive und Defence. So soll das Know-how der Rüstungsexperten beim Schutz elektronischer Systeme vor dem Zugriff Dritter künftig auch genutzt werden, um Autoelektronik vor Hackern zu schützen. Umgekehrt könnte das Wissen der Autospezialisten über elektrische Antriebe in den Bau von gepanzerten Fahrzeugen einfließen.

  • dpa
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