Rheinmetall Rüstungssparte kommt wieder auf die Beine

Rheinmetall hat im abgelaufenen Jahr einen unerwartet hohen operativen Gewinn erzielt. Vor allem das Geschäft mit Panzern, Waffen und Munition, bisher ein Sorgenkind, sorgte für den deutlichen Aufschwung.
Update: 26.02.2016 - 10:35 Uhr
Das Rüstungsgeschäft hat den Gewinn von Rheinmetall angekurbelt. Quelle: dpa
Schützenpanzer Puma

Das Rüstungsgeschäft hat den Gewinn von Rheinmetall angekurbelt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfVor allem Gewinne im Rüstungsgeschäft haben dem Mischkonzern Rheinmetall im vergangenen Jahr einen Ergebnissprung beschert. „Rheinmetall hält Wort und schließt das Jahr 2015 erfolgreich ab – sogar etwas besser als ursprünglich prognostiziert“, sagte Konzernchef Armin Papperger am Freitag.

Die gut gefüllten Orderbücher stimmen den Vorstand zudem auch für das laufende Jahr zuversichtlich. Die Autozulieferung habe ihre Profitabilität auf hohem Niveau nochmals verbessert und wachse weiterhin stärker als der Markt. „Im Defence-Bereich sind wir mit einer sehr guten Umsatzentwicklung und einem hohen Auftragseingang 2015 auf gutem Wege, auch im laufenden Jahr erfolgreich zu sein.“

Eine konkrete Prognose wagte er noch nicht. Die dürfte wie auch der Dividendenvorschlag mit der vollständigen Bilanz am 17. März zu erwarten sein. Für 2014 hatten die Anteilseiger 30 Cent je Aktie erhalten.

Das sind die größten Waffenhersteller der Welt
Platz 10: L-3 Communications
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Der US-Konzern hat vor zwei jahren den Aufstieg in die Reihe der zehn größten Waffenhersteller geschafft. Allerdings hat das Unternehmen aus New York 2015 in der Rüstungssparte mit 8,8 Milliarden US-Dollar etwas weniger Umsatz gemacht als im Vorjahr. L-3 liefert vor allem Kommunikationssysteme und Navigationssysteme an das Militär. Außerdem stellt der Konzern Körperscanner für Flughäfen her.

Quelle: SIPRI Arms Industry Database

Platz 9: Finmeccanica (Italien)
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Die Italiener bauen Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer und Schiffsgeschütze, aber auch den Hochgeschwindigkeitszug ETR 500. Mit einem Umsatz von 9,3 Milliarden Dollar in der Militärsparte ist Finmeccanica nicht nur im internationalen Waffenmarkt bedeutend, die Firma ist auch zweitgrößter Arbeitgeber Italiens.

Platz 8: United Technologies (USA)
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US-Unternehmen dominieren die Top Ten der weltweit größten Rüstungsfirmen. Der Mischkonzern United Technologies hat mit seiner Militärsparte im vergangenen Jahr 9,5 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet. Damit konnte das Rüstungsunternehmen nicht an das starke vergangene Jahr anknüpfen – auch, weil die Hubschraubersparte Sikorsky Mitte 2015 für 9 Milliarden Dollar an Lockheed Martin verkauft wurde. United Technologies dürfte so 3 Milliarden Dollar an jährlichen Rüstungsumsätzen einbüßen.

Platz 7: Airbus Group (Europa)
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Fast wäre aus Airbus, der ehemaligen EADS, und der britischen BAE der größte Rüstungskonzern der Welt geschaffen worden. Doch die Fusion platzte. Das europäische Unternehmen, an dem Deutschland, Frankreich und Spanien künftig direkt beteiligt sind, kommt allein auf Platz sieben im Sipri-Ranking. Im Jahr 2015 standen Umsätze im Militärbereich von 12,9 Milliarden Dollar zu Buche – gut 700 Millionen mehr als im Vorjahr.

Platz 6: General Dynamics (USA)
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Flugzeuge, Fahrzeuge und Schiffe für den militärischen Bedarf stellt General Dynamics her. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden mit Kriegsgütern gemacht. 2015 konnte GD deb Umsatz mit der Rüstungssparte weiter steigern – und zwar auf 19,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Northrop Grumman (USA)
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Das US-Unternehmen bedient mit seinen Produkten die Schiff-, Luft- und Raumfahrt. Der Militärbereich macht mit 20 Milliarden Dollar über 80 Prozent der Umsätze aus. Bekanntestes Produkt ist der Tarnkappenbomber B-2.

Platz 4: Raytheon (USA)
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Ganz auf Militärprodukte ist das Unternehmen aus Waltham (US-Bundesstaat Massachusetts) spezialisiert. 94 Prozent seines Umsatzes macht Raytheon mit Kriegsgerät. Im Jahr 2015 waren es 21,8 Milliarden Euro. Raketen und Radar-Systeme gehören zu den bekanntesten Produkten. Raytheon stellt auch das Raketenabwehrsystem Patriot her.

Bei den Anlegern kamen die Firmennachrichten gut an. Die Aktie legte um knapp sechs Prozent auf 66,23 Euro zu und gehörte damit zu den größten Gewinnern im Nebenwerteindex MDax.

Bei einem Umsatzplus von elf Prozent auf 5,183 Milliarden Euro schnellte das operative Ergebnis (Ebit) 2015 auf 287 (Vorjahr: 102) Millionen Euro, wie der Düsseldorfer Konzern mitteilte. Die Rüstungssparte trug 90 Millionen Euro dazu bei - nach einem negativen Ebit von 67 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Automobilzulieferung verbuchte ein Ebit von 216 (Vorjahr: 184) Millionen Euro. Die Rüstungssparte holte Bestellungen über 2,7 (2,8) Milliarden Euro in die Bücher und verfügt über einen Auftragsbestand von 6,42 Milliarden Euro.

  • rtr
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