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Selbstfahrendes Auto von Waymo

Ab Dezember will das Unternehmen seinen Service laut einem Bericht anbieten.

(Foto: dpa)

Robotaxi-Dienst Waymo startet als erstes Unternehmen weltweit Robotaxi-Dienst

Ab Dezember können Menschen in Phoenix ein Robotertaxi bei Waymo ordern. Das Unternehmen ist das erste, das einen solchen Dienst anbietet.
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Düsseldorf Zehn Jahre hat Waymo an selbstfahrenden Taxis gearbeitet, nun steht dem Unternehmen seine Bewährungsprobe unmittelbar bevor: Die Google-Schwester will ihren kommerziellen Robotaxi-Dienst in den nächsten zwei Monaten an den Start bringen. Das sagte Waymo-Chef John Krafcik an diesem Dienstag auf einer Konferenz des „Wall Street Journal“ (WSJ).

Zunächst soll der Service ausgewählten Nutzern im Umkreis der Stadt Phoenix in Arizona zur Verfügung stehen. Dabei setzt die US-Firma zunächst aber nicht auf das kugelrunde Google-Auto, sondern auf umgebaute Minivans von Partner Chrysler (FCA). Vorerst werden Waymo-Angestellte die Kunden begleiten, um ihnen zu helfen, das Fahrzeug zu bedienen und einzugreifen, falls notwendig.

In Phoenix bietet Waymo bereits seit Monaten testweise Fahrdienste mit seinen Roboterautos an. Über die erste Testphase ist man aber hinaus: Mit dem Start des Geschäftsbetriebs will Waymo erstmals Geld von Fahrgästen verlangen – aber alternativ zum Beispiel auch von Geschäften, wenn diese ihren Kunden eine kostenlose Fahrt zum Laden spendieren wollen. Ob Waymo seine Flotte ausweitet, hänge davon ab, wie sich die Nachfrage in Phoenix entwickeln wird.

Waymo ist damit das erste Unternehmen weltweit, das seinen Dienst mit Robotertaxis auch kommerziell anbieten wird. Der Internetriese schielt auf einen Milliardenmarkt: Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass der Markt für solche Mobilitätsleistungen bis zum Jahr 2030 auf zwei Billionen Dollar im Jahr wachsen wird. Zum Vergleich: Mit 80 Millionen verkauften Fahrzeugen erwirtschaften alle Autohersteller zusammen heute etwa 1,5 Billionen Dollar.

Nicht umsonst wollen nahezu alle großen Autoriesen perspektivisch ebenfalls Mobilitätsdienste mit selbstfahrenden Autos anbieten. GM will nach eigenen Angaben Ende nächsten Jahres mit einem vergleichbaren Dienst in den Markt einsteigen. Auch Uber und Lyft arbeiten längst an selbstfahrenden Autos, die perspektivisch über die Plattform ihre Fahrten anbieten sollen. Beide haben aber noch keinen konkreten Termin für kommerzielle Angebote bekanntgegeben, sondern setzen bislang nur auf Testfahrten.

Von Tesla, Daimler und Volkswagen sind ähnliche Ambitionen bekannt. Doch auch die drei Hersteller sind von einem kommerziellen Angebot noch deutlich entfernt. Volkswagen betreibt mit seiner Tochter Moia beispielsweise einen Mobilitätsdienst in Hamburg und Hannover – doch hier sitzen noch Fahrer am Steuer.

Waymo hat durch seinen frühen Start aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Die Firma mit Sitz in Mountain View kann sich ein robustes Netzwerk aus Fahrzeugen, Werkstätten und Service-Stellen aufbauen. Das könnte die Kunden von Waymo später davon abhalten, zu den großen Mitbewerbern zu wechseln, wenn diese ihren fahrerlosen Service offiziell starten.

Für seinen autonomen Fahrdienst will Waymo laut der Nachrichtenagentur Bloomberg eine komplett neue Marke einführen. Ein Name dafür sei noch nicht bekannt. Die Marke soll vor allem Uber und Lyft Konkurrenz machen.

Waymos Vorreiterfunktion in der Technologie macht sich auch bei der Bewertung des Unternehmens bemerkbar: Bereits im August schätzten sechs Analysten der US-Bank Morgan Stanley den Wert der Firma auf etwa 80 Milliarden Dollar. Die Aussicht, dass der Dienst nun kommerziell angeboten werde, biete dem Unternehmen die Möglichkeit seinen Wert mehr als zu verdoppeln, so die Analysten.

Waymo entstand aus dem Roboterwagen-Projekt von Google, bei dem seit 2009 selbstfahrende Autos auf die Straße geschickt werden. Die Firma gilt als Vorreiter bei der Technologie und verwendet inzwischen zum Teil auch Roboterwagen ohne Sicherheitsfahrer am Steuer.

Mit Agenturmaterial.

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