Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Roboterbauer Großauftrag in der Krise: BMW bestellt 5000 Kuka-Roboter

Der Großauftrag aus München stützt den schwächelnden Roboterbauer. Die bestellten Maschinen sollen vor allem im Karosseriebau eingesetzt werden.
15.04.2020 - 12:06 Uhr 3 Kommentare
Die Automobilbranche ist traditionell der wichtigste Abnehmer von großen Industrierobotern. Quelle: dpa
Kuka-Roboter im VW-Werk Emden

Die Automobilbranche ist traditionell der wichtigste Abnehmer von großen Industrierobotern.

(Foto: dpa)

München Dem Roboterbauer Kuka ist es schon vor der Coronakrise nicht sonderlich gut ergangen. Die Umsätze sanken im vergangenen Jahr leicht auf 3,2 Milliarden Euro, die operative Rendite lag gerade einmal bei 1,5 Prozent. Nun stehen in der Autoindustrie, die für Kuka die wichtigste Branche ist, vielerorts die Werke still.

Doch auf einen Großkunden kann sich das Augsburger Unternehmen verlassen: BMW hat in einem Rahmenvertrag über mehrere Jahre mehr als 5000 Roboter für neue Produktionslinien und Werke bestellt. Die Maschinen sollen vor allem im Karosseriebau eingesetzt werden.

Kuka kann den Auftrag – das Auftragsvolumen in Euro wurde nicht genannt – gut gebrachen. Denn schon im vergangenen Jahr bekam das Unternehmen die Flaute in der Automobilindustrie zu spüren. Die Auftragseingänge in der Robotics-Sparte sanken um mehr als 13 Prozent auf gut eine Milliarde Euro.

Auch Konkurrenten wie ABB hatten ein Ende des Robotikbooms zu spüren bekommen. Doch gab es bei Kuka nach Einschätzung in Branchenkreisen zwischenzeitlich auch einen Innovationsrückstand. Diesen will der Konzern jetzt mit neuen Modellen wettmachen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Eine Prognose für 2020 will Kuka-Chef Peter Mohnen wegen der Unsicherheit in Corona-Zeiten nicht abgeben. „Die Pandemie trifft uns und macht uns betroffen“, sagte er. Es gelte nun, die Herausforderungen zu meistern und „für die Zeit nach Corona gerüstet zu sein“.

    Krise ist auch Chance für Roboterbauer

    BMW setzt schon seit mehr als 40 Jahren Kuka-Roboter ein. Der nun vereinbarte Großauftrag beinhaltet auch weitere Produkte von Kuka wie Energiezuführungs-Technik. Bei dem weiß-blauen Autobauer stehen derzeit die meisten Werke in Europa und den USA still.

    Auch die Roboterbauer bekommen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu spüren. Beziffern ließen sich die Auswirkungen aber noch nicht, sagte Milton Guerry, Präsident des Branchenverbands IFR. Die Branche sei aber bestens gerüstet, dem Sturm zu trotzen.

    Die Situation sei aber auch eine Chance für die Roboterbauer. Die Automatisierungs-Technologie könne helfen, lokale Produktion zu sichern und damit die Abhängigkeit von lokalen Lieferketten zu reduzieren, sagte Guerry. Kollaborative Roboter könnten zudem einspringen, wenn es zum Beispiel wegen Krankheiten oder Quarantäne-Maßnahmen Personalengpässe gebe.

    Mehr: Die nächsten Wochen werden für die Autobranche entscheidend sein, meint Handelsblatt-Reporter Stefan Menzel.

    Startseite
    Mehr zu: Roboterbauer - Großauftrag in der Krise: BMW bestellt 5000 Kuka-Roboter
    3 Kommentare zu "Roboterbauer: Großauftrag in der Krise: BMW bestellt 5000 Kuka-Roboter"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In der Makro-/Mikroökonomie gibt es im Zeitenlauf immer auch timegaps und timelags. Schade, dass man diese nicht abstellen kann? Der frühere Grossaktionäre VOITH HEIDENHEIM war u.a. "gezwungen" seine Beteiligung an KUKA an die Chinesen zu verkaufen, um sein Kerngeschäft Kraftwerkturbinen, Spezial-Getriebe, Papiermaschinen am Laufen zuhalten. Da es KUKA damals auch nicht besonders gut ging, war der Eintritt eines Neu-Aktionärs geboten. VOITH profitierte durch den "Liquiditätszustupf" und die Chinesen mit einem Eintritt in einen etablierten und technologischen "Weltmarktführer" und dessen mikroökonomischen (Ingenieure, Facharbeiter, Verbindlichkeit der DIN-Norm, Zertifizierungen etc.) und makroökonomischen Kosmos (Banken, Verbände IHK ,Recht, Patentamt, Rechtsverkehr, Währung). Also doch eine win-win-Situation über den Zeitenlauf! Für Alle ! und dazu noch für die nationale und internationale Volkswirtschaften, Arbeitnehmer, Liefer- und Logistikketten, Steuerbehörden etc.. Und nun noch 2020 dieser BMW-Auftrag!
      P.S. BMW hat seit Jahren grössere Fertigungstätten in China und nutzt dazu mehr und mehr die Transibirische Eisenbahn.
      (DB Schenker Rail) ab Leipzig.

    • kleiner Tippfehler "...nicht genannt – gut gebrachen..."

    • Da freuen sich aber die Chinesen....

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%