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Roboterhersteller Autokrise lässt Kukas Umsatz schrumpfen

Die Autokrise in Europa hat im zweiten Quartal auch den Umsatz des Roboterherstellers Kuka belastet. Trotzdem hält der Konzern an der Jahresprognose fest – und will im zweiten Halbjahr auf andere Kontinente setzen.
07.08.2013 - 12:45 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen Kuka bekommt die Autokrise im zweiten Quartal zu spüren. Der Umsatz sank um 2,5 Prozent. Quelle: dpa

Das Unternehmen Kuka bekommt die Autokrise im zweiten Quartal zu spüren. Der Umsatz sank um 2,5 Prozent.

(Foto: dpa)

München Die Autokrise in Europa hat den erfolgsverwöhnten Zulieferer Kuka eingeholt. Im zweiten Quartal ging der Umsatz um 2,5 Prozent auf 437,5 Millionen Euro zurück, wie der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer am Mittwoch berichtete. Die Hauptkunden aus der Fahrzeugindustrie nahmen dem Zulieferer weniger ab. „Der Markt in Europa ist auch für uns schwierig geworden“, sagte Vorstandschef Till Reuter am Mittwoch. Rasche Besserung sei nicht in Sicht. Für den Rest des Jahres setzt Reuter deshalb auf mehr Nachfrage aus Asien, Nord- und Südamerika. An der Prognose für 2013 hielt er fest: Der Umsatz soll auf rund 1,8 Milliarden Euro steigen, der operative Gewinn auf etwa 117 Millionen.

Bislang war Kuka von der Flaute in Europa, wo der Absatz seit mehr als anderthalb Jahren auf Talfahrt ist, recht unbehelligt. Die Augsburger profitieren davon, dass viele ihrer Kunden ihre Produktion in Amerika und Asien ausweiten, weil dort die Automärkte nach wie vor gut laufen. Die Nachfrage der Abnehmer aus der Fahrzeugindustrie sei stabil, sagte Reuter. Kuka habe außerdem neue Kunden gewonnen. Namen wollte er nicht verraten, verwies aber auf einen frischen Großauftrag: Die Augsburger bauen für einen Autokonzern in den nächsten drei Jahren Fertigungsanlagen in den USA, Kanada und Mexiko.

Der amerikanische Pkw-Markt werde in den nächsten zwei bis drei Jahren „sehr stabil“ laufen, sagte der Kuka-Chef. In Asien und China erwartete er weitere Zuwächse. In Europa rechnete er mit einer schwächeren Entwicklung. Zudem drückten japanische Rivalen die Preise. In Europa erzielt der Konzern rund die Hälfte seines Umsatzes, in Amerika etwa 30 Prozent, in Asien die restlichen 20 Prozent. Mittelfristig sollten sich die Erlöse gleichmäßiger über die Regionen der Welt verteilen, sagte Reuter. Zudem will Kuka schon seit langem die Abhängigkeit von der Autobranche reduzieren, kommt dabei aber nicht voran. Zuletzt lag der Umsatzanteil bei 70 Prozent.

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