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Rohstoffe Unfall in Glencore-Kobaltmine fordert mindestens 19 Tote

In einer Glencore-Kupfermine in Kongo kam es zu einem schweren Unfall. Dem Konzern zufolge sollen die Opfer dort illegalen Bergbau betrieben haben.
27.06.2019 - 19:00 Uhr Kommentieren
In einer der Minen des Schweizer Konzerns hat es einen Unfall mit Todesopfern gegeben. Quelle: Reuters
Glencore-Quartier in Baar

In einer der Minen des Schweizer Konzerns hat es einen Unfall mit Todesopfern gegeben.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/Zürich Bei einem Unglück in einer kongolesischen Kupfer- und Kobaltmine des Rohstoffkonzerns Glencore sind mindestens 19 Menschen gestorben. Sie wurden bei Abbauarbeiten in der Kamoto-Mine verschüttet, teilte Glencore am Donnerstag mit. „Die illegalen Mineure arbeiteten in zwei Galerien über dem Abbaugebiet. Zwei dieser Galerien stürzten ein“, so Glencore.

Die Rettungsmaßnahmen liefen noch, die Opferzahl könne steigen. Der Vorfall stünde aber nicht in Zusammenhang mit den Abbauarbeiten des Konzerns. Der Aktienkurs von Glencore zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent ein.

Die Kamoto-Kupfer- und -Kobaltmine liegt im kongolesischen Kupfergürtel. An der Betreibergesellschaft, der Kamoto Copper Company (KCC), hält der Rohstoffkonzern eine 75-prozentige Beteiligung. „KCC ruft alle illegalen Bergarbeiter dazu auf, ihr Leben nicht länger zu riskieren, indem sie in eine industrielle Anlage eindringen.“ Man versuche das Möglichste, um die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären. Trotzdem werde die Mine dem Konzern zufolge täglich von 2000 privaten Bergleuten aufgesucht.

Der Unfall wirft einmal mehr ein Schlaglicht auf die Bedingungen, unter denen im Kongo Kobalt gefördert wird. Bislang gibt es nur zwei Unternehmen, die im Kongo im industriellen Maßstab Kobalt fördern, Glencore und die Eurasian Resources Group, die aus einem kasachischen Eisenerzproduzenten hervorgegangen ist. Beide Unternehmen versprechen ihren Kunden, Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten.

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    Der überwiegende Teil des Kobalts wird jedoch in illegalen Minen gefördert, in denen mitunter Kinder mit bloßer Hand Erz schürfen. Das Kobalt wird häufig auf Metallmärkten verkauft und gelangt über Zwischenhändler in den Export, um in chinesischen Raffinerien weiterverarbeitet zu werden.

    Das seltene Metall ist ein Schlüsselrohstoff für die Elektromobilität. Es wird für sogenannte Kathoden benötigt, die innerhalb einer Lithium-Ionen-Batterie den Prozess zur Stromerzeugung in Gang bringen.

    Angesichts der katastrophalen Bedingungen, unter denen das Kobalt im Kongo gefördert wird, suchen Hersteller wie BMW, VW oder Daimler händeringend nach Wegen, Kobalt aus verantwortungsvollen Quellen zu beziehen. Am Kongo kommen die Hersteller jedoch nicht vorbei: In dem Land lagern zwischen 60 und 70 Prozent der weltweit bekannten Kobaltvorkommen.

    Mehr: Viele Firmen fürchten steigende Preise und einen knappen Nachschub von Hightech-Materialien. Doch kaum ein Unternehmen sichert sich ab. Warum die Firmen eine Rohstoffkrise riskieren.

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