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Rohstoffe Wo Deutschlands heimlicher Reichtum lagert

Deutschland hängt am Tropf von Rohstoffeinfuhren. Dabei stecken reiche Schätze in der Tiefe. Der Autor Christoph Seidler hat aufgespürt, wo Firmen hierzulande nach Kupfer, Öl und sogar Gold und Seltenen Erden suchen.
01.10.2012 - 08:26 Uhr 19 Kommentare
Goldwäsche für Touristen: Die Suche nach Rheingold lohnt sich auch im großen Stil. Quelle: dpa

Goldwäsche für Touristen: Die Suche nach Rheingold lohnt sich auch im großen Stil.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Das graugrüne Seewasser brodelt. Langsam taucht eine riesige Baggerschaufel aus den weißen Strudeln auf. Dicke Stahlseile ziehen den mit 20 Tonnen Steinen, Schlick und Sand beladenen Greifer aus dem Kiessee. In dem ehemaligen Flusslauf des Rheins nördlich von Karlsruhe gräbt der Schweizer Baustoffkonzern Holcim nach Grundstoffen für die Zementherstellung.

In dem pfälzischen Ort Rheinzabern fördern die Schweizer 500.000 bis 600.000 Tonnen Kies und Sand im Jahr – aber nebenbei auch noch ein paar Kilogramm Gold. Der Baustoffkonzern ist damit Deutschlands einziger offizieller Goldproduzent. Mit anschaulichen Beispielen wie diesen Rheingold-Funden zeigt der Autor Christoph Seidler: Deutschland ist überraschend reich an Rohstoffen.

In seinem neuen Buch „Deutschlands verborgene Rohstoffe“ geht der „Spiegel-Online“-Journalist auf Heimat-Rundreise. Er besucht Orte, an denen überraschend Bodenschätze ruhen. Er erkundet alte Bergwerke im Erzgebirge und schippert zu Deutschlands einziger Ölbohrinsel Mittelplate im Nationalpark Schleswig-Holstein. Anschaulich zeigt der Autor dabei, dass Deutschland entgegen aller Schwarzmalerei und Unkenrufe durchaus noch über bemerkenswerte Rohstoffvorkommen verfügt.

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    Er fördert dabei mitunter erstaunliche und überraschende Projekte zutage die zeigen, dass der längst tot geglaubte Bergbau in Deutschland durchaus noch am Leben ist – und vielleicht noch eine glorreiche Zukunft vor sich hat. Gewiss, viele Vorkommen sind erschöpft. Die deutsche Ölförderung etwa spielt kaum noch eine nennenswerte Rolle. Die Gruben mit Erzen und Spat im Erzgebirge haben ihre Hochphase hinter sich. Viele Gruben sind längst ausgeschlachtet. Doch auch die zum Teil geringen verbliebenen Vorkommen können künftig wieder eine größere Rolle spielen. 

    Um zu zeigen, warum die heimischen Vorkommen wieder an Bedeutung gewinnen, beginnt Seidler seine Reise außerhalb Deutschlands. Er fliegt nach Großbritannien und besucht die London Metals Exchange (LME). Der wichtigste Handelsplatz für Industriemetalle versteckt sich in einem grauen Altbau in der Leadenhall Street. Nach außen unscheinbar, regiert im Inneren die Hektik.

    Das Herz der Börse ist eine mit rotem Leder bezogene, runde Sitzgruppe. In dem Kreis sitzend, rufen sich die Händler während der Handelssitzungen die Angebote zu – oder schließen per Handzeichen Deals ab. Drumherum gruppieren sich die Assistenten, jeweils zwei Telefonhörer an die Ohren gepresst. Den Rohstoff-Handel wickeln hier noch über Menschen ab, nicht über Computer. Das einzige Zugeständnis an die Moderne sind Anzeigetafeln mit den aktuellen Kursen an den Wänden des Handelssaals.

    Trotz alter Gepflogenheiten wandelt sich der Markt rasant
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    19 Kommentare zu "Rohstoffe: Wo Deutschlands heimlicher Reichtum lagert"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • nach statistischen Angaben hat die Deutsche Bundesbank 3,406 tonnen Gold. Fast 90% davon sind in New York bei der privaten Zentralbank die US Federal Reserve Bank eingelagert.
      Als einzige Industienation der westlichen Welt, hat Deutschland seine Goldreserven im Ausland eingelagert. Nach dem heutigen Goldpreis waeren es ca 172 milliarden Dollar die bei der US Zentralbank eingelagert sind.
      Nicht ein deutscher Politiker konnte bisher eine klare und logische Begruendung der Einlagerung deutscher Goldreserven bei der US Fed begruenden.
      In New York koennen die Deutschen ihren heimlichen Reichtum finden. Aber garantiert, dieses Gold wird nie und nimmer auf deutschen Boden eingelagert oder unter deutscher Kontrolle gebracht.

    • Aber ich bin doch sehr froh, bald mit Zar Peter dem Großen verhandeln - einen DEAL machen - zu dürfen daß dann die Chinesen auch zu einem Großeuropa napoleonischem Zuschnittes gehören. Und für eine wiedereinlgiederug der deustch-afrikanischen Kolonien. ;o)

    • habt ihr das auch geseehen ? Helmut Schmidt und Pear Steinbrück

      es hätte vollokommen gereicht die Osteuropäer nur in die NATO aufzunehmen als psychologische Stärkung ... man hätte sie nicht auch noch in die EU aufnehmen müssen ;o)

      ~~~

      Ist Putin mit RUssaland in EU und Nato eigetreten?

    • N_tenbak im Ero center ...

      http://central.banktunnel.eu/N_tn-E-RO-CENTR-bank.jpg

      ;o) Fort Yumak und die Kavallerie ganz genau ;o)

    • Kavallerie, Fort Yumak ....

      http://central-banktunnel.eu/druglist/

    • Kann es nicht neutral "Gewinnung" oder "Foerderung" gennannt werden? Muss es immer gleich der reisserische "Raubbau" sein? Demnaechst ist jeder Spatenstich oder Bohrung eine Vergewaltigung der Erde.

    • Zwei Links - ein Zusammenhang

      http://www.epochtimes.de/massenhafter-brechdurchfall-landeslabor-muss-weiter-suchen-996860.html

      https://www.youtube.com/watch?v=3IE_dpU95zk

      Die Vergiftung von 6000 Kindern ist ein ungeheuerlicher Skandal! Und es ist nicht der erste Skandal dieses Ausmaßes!

      Heute morgen offerierte Welt Online, daß 30% der Arbeitnehmer an Depressionen litten. Und? Nichts und. Außer der Offerte - keine Lösung, nur blablabla, keine Wurzelbehandlung, nichts. Wohl, weil Journalismus träge und dumm ist und in die viel zu großen Schuhe, welche er sich selbst übergestülpt hat, niemals reinwachsen wird.

      Vielmehr ist es doch so, daß wir mit Skandalen überzogen werden und der Leser längst an Abstumpfung leidet ob ihrer Unzahl. Und in der Regel werden derartige Skandale weder sachgemäß bewertet noch wird über eine Lösung nachgedacht, oder das Verbrechen angemessen bestraft.
      Obwohl in den unzähligen Medien Hinz und Kunz zu allem und jedes mit ihren Plattheiten herumschmieren wie mit Marmelade.

      Trotzdem soll dieser Skandal nur eine Frage eröffnen, nämlich: wie gefährlich sind diese zenralistischen Wirtschaftsstrukturen? Die Frage soll nicht vertieft, nur gestellt, und als Anhaltspunkt die Supermarktketten erwähnt werden.

      Warum fragt das kein Journalist? Statt dessen füttern sie uns mit B-Elaboraten wie diesem!

    • @ Miro:
      Nachtgedanken ist ein Gedicht aus Heinrich Heines Gedichtband "Zeitstücke" von 1844.

      "Denk ich an Deutschland in der Nacht,
      Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
      Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
      Und meine heißen Thränen fließen.

      ..."

    • Das Geld algert im Geldspeicher in der "E-RO-CENTR-bank" natürlich!

      http://central.banktunnel.eu/E-RO-CENTR-bank.jpg

    • Deutschlands heimlicher Reichtum lagert nicht unter der Erde, sondern darüber. In unseren Schulen. Bildung ist unser Rohstoff!

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