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Rohstoffriese unter Verdacht Korruptionsermittlungen gegen Glencore – Aktie schmiert ab

Eine britische Behörde hat ein Verfahren gegen den Schweizer Rohstoffkonzern Glencore eingeleitet. Es geht um den Verdacht der Korruption im Kongo.
05.12.2019 - 15:46 Uhr Kommentieren
Der Rohstoffriese soll Geschäftspartner geschmiert haben. Quelle: Reuters
Glencore-Zentrale in Baar

Der Rohstoffriese soll Geschäftspartner geschmiert haben.

(Foto: Reuters)

Zürich Neuer Ärger für den Schweizer Rohstoffkonzern Glencore: Die britische Antikorruptionsbehörde hat ein Verfahren gegen den Schweizer Konzern eingeleitet. Das britische Serious Fraud Office (SFO) habe den Konzern über Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung aufgenommen, teilte Glencore am Donnerstagmittag mit. Man wolle bei den Ermittlungen kooperieren. Über den Hintergrund der Untersuchungen hielt sich Glencore bedeckt. 

Das Serious Fraud Office bestätigte Ermittlungen gegen Glencore, Mitarbeiter sowie verbundene Personen, wollte aber keine weiteren Angaben zu dem Vorgang machen. 

Medienberichten zufolge dürfte sich die Untersuchung um Geschäfte im Kongo drehen, wo Glencore unter fragwürdigen Umständen an Schürfrechte gelangt war. Bereits vor einem Jahr hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass das SFO wegen der Vorgänge im Kongo die Eröffnung eines Verfahrens prüft.

Um sich die Schürfrechte in dem afrikanischen Land zu sichern, ließ sich der Rohstoffkonzern auf einen Deal mit dem israelischen Geschäftsmann Dan Gertler ein, der sich über gute Kontakte zum Regime des Machthabers Joseph Kabila rühmte. 

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    Wegen mutmaßlicher Korruptionszahlungen war Gertler auf einer Sanktionsliste der US-Regierung gelandet. Das brachte Glencore in eine heikle Lage, weil der Konzern sich zu Lizenzzahlungen an Gertler verpflichtet hatte. Auch das amerikanische Justizministerium hat eine Untersuchung gegen Glencore eingeleitet, die  - unter anderem - die Vorgänge im Kongo betrifft.

    Aktionäre reagierten auf die neuerlichen Ermittlungen schockiert. Zum Nachmittag gaben die Aktien von Glencore um bis zu sieben Prozent nach.

    Mehr: In der Schweiz will eine Initiative Konzerne für die Auswirkungen ihrer Geschäfte im Ausland haftbar machen. Die Konzerne warnen vor empfindlichen Folgen.

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