Rolls-Royce winkt ab Tognum bleibt auf Brennstoffzellen sitzen

Im Zuge der geplanten Übernahme will Rolls-Royce auf die Brennstoffzellen-Sparte von Tognum verzichten. Das Geschäft sei nicht wirtschaftlich zu betreiben, teilte der Motorenbauer mit.
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Ein Tognum-Mitarbeiter greift zu einer Pleuelstange. Quelle: dpa

Ein Tognum-Mitarbeiter greift zu einer Pleuelstange.

(Foto: dpa)

StuttgartDer Motorenbauer Tognum bleibt auf seinem eingestellten Brennstoffzellen-Geschäft sitzen. Der Turbinen- und Motorenhersteller Rolls-Royce werde die Sparte nicht übernehmen, teilte Tognum in Friedrichshafen mit. Das Geschäft mit stationären Brennstoffzellen lasse sich auch aus Sicht von Rolls-Royce nicht wirtschaftlich betreiben.

Zu dieser Einschätzung war Tognum ebenfalls Ende vergangenen Jahres gekommen, hatte die Aktivitäten eingestellt und 60 Millionen Euro abgeschrieben. Im Zuge der laufenden Übernahmeofferte von Daimler und Rolls-Royce hatten die Briten jedoch erwogen, die Brennstoffzellen-Aktivitäten von Tognum zu übernehmen.

Die Prüfungsfrist dafür endete am Freitag, die gemeinsame Übernahmeofferte von Daimler und Rolls-Royce läuft noch bis 20. Juni. Tognum baut vor allem Dieselmotoren, die in Schiffen, Panzern, Baumaschinen, Zügen, der Öl- und Gasindustrie sowie in Kraftwerken zum Einsatz kommen. Mit stationären Brennstoffzellen wollte sich der Konzern ursprünglich ein zusätzliches Standbein schaffen und mit diesen Kleinkraftwerken bei umweltbewussten Kunden punkten.

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