Rückschlag für Boeing Dreamliner-Untersuchung dauert länger

Die Hiobsbotschaften für Boeings „Dreamliner“ reißen nicht ab: Nun will die US-Sicherheitsbehörde NTSB die Untersuchung um mehrere Wochen verlängern. Bis dahin müssen die Prestigeflieger am Boden bleiben.
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Die Boeing 787 von ANA bleiben am Boden. Quelle: AFP

Die Boeing 787 von ANA bleiben am Boden.

(Foto: AFP)

WashingtonDer US-Flugzeugbauer Boeing kann nicht mit einer baldigen Starterlaubnis für seinen Prestigeflieger Dreamliner rechnen. Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB kündigte am Mittwoch an, "wahrscheinlich noch Wochen" für die Prüfung zu brauchen. Am Donnerstag will die Behörde über den Fortgang der Untersuchung informieren. Allen 50 bisher ausgelieferten Dreamliner haben die Behörden die Starterlaubnis entzogen. Grund sind Batterieprobleme, die zu einem Brand geführt haben. Die Ursache ist weiter unklar. Boeing hat die Erlaubnis für Testflüge beantragt. Eine Freigabe der Behörden steht aber noch aus.

Der „Dreamliner“ ist das modernste Passagierflugzeug am Himmel und für Boeing entsprechend wichtig im Kampf mit dem europäischen Erzrivalen Airbus. Bis Ende des vergangenen Jahres hatte Boeing 49 „Dreamliner“ an die Fluggesellschaften übergeben, nachdem sich schon die Erstauslieferung wegen technischer Schwierigkeiten um mehr als drei Jahre verzögert hatte. Das Flugzeug ist zu großen Teilen aus leichten Verbundwerkstoffen gefertigt statt wie üblich aus Aluminium. Das neue Material, das beim Spritsparen hilft, hatte Konstrukteure und Zulieferer überfordert.

Zum Problem wurde auch der große Erfolg des „Dreamliner“. Boeing fuhr die Produktion des ungewöhnlichen Modells schnell hoch, um die Aufträge abzuarbeiten. Der „Dreamliner“ ist mit seinen 210 bis 290 Sitzplätzen für diejenigen langen Strecken gedacht, auf denen ein größerer Jumbo-Jet oder ein Airbus A380 einfach nicht ausgelastet wäre. Die leichte Bauart des „Dreamliner“ verspricht dabei einen geringen Spritverbrauch und somit niedrige Betriebskosten.

Derzeit stehen noch rund 800 unerledigte Bestellungen in den Büchern, davon 15 von Air Berlin, die ab dem Jahr 2015 ausgeliefert werden sollen. Ein einzelner „Dreamliner“ kostet nach Liste gut 200 Millionen Dollar.

  • rtr
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