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Rüstung Eurofighter drängt nach Asien

Die Rüstungsindustrie plant langfristig: 300 Kampfflugzeute will das Eurofighter-Konsortium in den nächsten 20 Jahren in Asien verkaufen. Erster Schritt auf diesem Weg ist ein Großauftrag aus Indien, doch die Konkurrenz um das Geschäft ist groß.
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126 Kampfflugzeuge will Indien bestellen, doch die Konkurrenz um den Auftrag ist groß. Quelle: ap

126 Kampfflugzeuge will Indien bestellen, doch die Konkurrenz um den Auftrag ist groß.

(Foto: ap)

HB NEU DELHI. Das Eurofighter-Konsortium will in den kommenden 20 Jahren 300 Kampfflugzeuge vor allem in Asien verkaufen. „Wir schätzen die weltweite Nachfrage von Kampfflugzeugen in den nächsten 20 Jahren auf 800 Einheiten“, sagte der Chef der Eurofighter GmbH, Enzo Casolini, vor Beginn der Rüstungsmesse Defexpo am kommenden Montag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi.

„Für Eurofighter Typhoon streben wir 300 zusätzliche Exportverträge an, wobei auf Asien ein substanzieller Teil dieser Aufträge entfällt.“ Das Eurofighter-Konsortium rechnet sich gute Chancen aus, einen von Indien ausgeschriebenen Auftrag mit einem Volumen von rund zehn Mrd. Dollar (7,3 Mrd Euro) zu gewinnen.

Der Vorstandsvorsitzende der EADS-Sparte Military Air Systems, Bernhard Gerwert, sagte, man sei in der laufenden Ausschreibung über den Kauf von 126 Kampfflugzeugen für die indische Luftwaffe „gut aufgestellt“. Mitbewerber des Eurofighters sind die F/A-18 Super Hornet von Boeing, die F-16 von Lockheed Martin (beide USA), die russische MiG-35 und die Gripen des schwedischen Herstellers Saab. Sollte Eurofighter die Ausschreibung gewinnen, wäre es der bislang größte Auftrag für das Konsortium außerhalb der NATO.

Eurofighter teilte mit, am kommenden Montag würden Flugzeuge der deutschen Luftwaffe in die südindische Stadt Bengaluru (früher Bangalore) fliegen. Dort werde der Eurofighter Typhoon bis März von der indischen Luftwaffe getestet. Am Eurofighter sind EADS, Alenia Aeronautica/Finmeccanica und BAE Systems beteiligt

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3 Kommentare zu "Rüstung: Eurofighter drängt nach Asien"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @brechreiz (schöner Name...): im Prinzip volle Zustimmung. Vor allem wenn man bedenkt, wie schnell sich häufig die Verhältnisse ändern. Soweit ich weiss, stehen im iran auch noch einige Kampfflugzeuge US-Amerikanischer bauart... Waffengeschäfte sind vom Prinzip her schon sehr zweifelhaft. Leider gilt hier, wie so oft, aber das Prinzip: Wenn wir sie ihnen nicht verkaufen, machts ein anderer (USA, Russland, China). So kann man vielleicht sogar wenigstens noch darauf hoffen, im Zweifelsfall die Schwachstellen besser zu kennen ;-) bzgl. des Verschenkens an israel aber volle Zustimmung.

    @Jozi: israel nimmt für uns aus historischen Gründen leider immer noch eine Sonderrolle ein und wird die vermutlich auch noch lange einnehmen. Würden wir das Verhalten israels mit den gleichen Maßstäben messen wie das anderer Staaten, käme vermutlich nichtmal der Verkauf von Waffen in Frage, geschweige denn das Verschenken...

  • Man sollte sich wirklich ernsthaft über diejenigen Staaten machen, an die Waffen verkauft werden soll. israel sollte beispielsweise technisch voll ausgestattet werden.

  • Rüstungsexporte sollten grundsätzlich verboten werden!!! Es ist doch paradox, potentielle Feinde mit Waffen zu versorgen, die irgendwann einmal gegen uns eingesetzt werden können.

    Noch geisteskranker ist es, Kriegsgerät an derartige Staaten sogar zu verschenken. ich denke da insbesondere an die 2 ultramodernen U-boote, die unsere dummdreiste Regierung unseren großartigen Freunden in israel geschenkt hat. ich kann es kaum erwarten, wenn die Dinger mal bei uns in der Ostsee auftauchen.