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Rüstung- und Luftfahrt Raytheon und United Technologies: Großfusion in der Rüstungsbranche

Der Mischkonzern und der Rüstungsproduzent planen einen Zusammenschluss. Das neue Unternehmen könnte einen Marktwert von mehr als 120 Milliarden Dollar haben.
Update: 10.06.2019 - 08:29 Uhr Kommentieren
Der Konzern produziert unter anderem das Flugabwehrsystem Patriot. Quelle: Reuters
Raytheon

Der Konzern produziert unter anderem das Flugabwehrsystem Patriot.

(Foto: Reuters)

New York In der amerikanischen Rüstungsbranche bahnt sich eine Großfusion an. Die Luft- und Raumfahrtsparte des Mischkonzerns United Technologies und der Elektronikkonzern Raytheon wollen sich über einen reinen Aktientausch zusammenschließen.

Bei der Verschmelzung würde ein neues Unternehmen mit einem Marktwert von über 120 Milliarden Dollar entstehen. Die Fusion solle im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen werden.

United Technologies will wie geplant vor der Transaktion die Aufzugsparte (Otis) sowie das Geschäft mit Klimatechnik (Carrier) abspalten. Die Luftfahrtsparte mit dem Triebwerkhersteller Pratt & Whitney würde damit zum Kern von United Technologies.

Geführt werden soll der neue Konzern von United-Technologies-Chef Greg Hayes. Die Anteilseigner von United Technologies sollen 57 Prozent des neuen Unternehmens besitzen, die Raytheon-Aktionäre den Rest. Bis zum Ende des vierten Jahres nach der Verschmelzung rechnen die Firmen mit Kostensynergien von mehr als einer Milliarde Dollar.

Raytheon produziert vor allem militärisches Gerät mit komplexer Steuerung wie das Flugabwehrsystem Patriot und andere Raketen wie Torpedos und Marschflugkörper. Außerdem stellt Raytheon Radar-Systeme für Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe her.

United Technologies stieg vor kurzem mit einer milliardenschweren Übernahme zu einem der größten Zulieferer in der Luftfahrtbranche auf. Für 30 Milliarden Dollar kaufte der Konzern den Produzenten von Bordelektronik und Innenausstattung, Rockwell Collins.

Mehr: John Harris, Vize des Rüstungsriesen Raytheon, glaubt nach der Münchener Sicherheitskonferenz wieder an transatlantische Zusammenarbeit.

  • rtr
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