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Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann Ex-Rüstungs-Manager räumt Schmiergeldzahlungen ein

Ein ehemaliger Manager der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann hat gestanden, im Zuge einer Panzerlieferung an Griechenland den stellvertretenden Verteidigungsminister des Landes bestochen zu haben.
24 Panzerhaubitzen (hier ein Modell des Typs 2000) hat das deutsche Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann nach Griechenland geliefert. Quelle: dpa
Panzerhaubitze

24 Panzerhaubitzen (hier ein Modell des Typs 2000) hat das deutsche Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann nach Griechenland geliefert.

(Foto: dpa)

München Ein früherer Manager des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat vor Gericht Schmiergeldzahlungen in Griechenland eingeräumt. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Panzerhaubitzen um die Jahrtausendwende habe ein örtlicher Mittelsmann den stellvertretenden Verteidigungsminister bestochen, sagte der 72-jährige Angeklagte am Montag.

Er selbst habe von dem Mittelsmann ebenfalls Geld bekommen, das wohl aus den Provisionen für die Geschäftsvermittlungen vor Ort stammte. KMW habe nach seiner Kenntnis allerdings nie direkt Schmiergelder bezahlt.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Ex-Manager zur Last, im Zuge des Verkaufs von 24 Panzerhaubitzen über den Mittelsmann griechische Amtsträger mit insgesamt knapp acht Millionen Euro geschmiert zu haben. Außerdem habe er als früherer Chef des internationalen Vertriebs indirekt selbst 1,1 Millionen Euro in seine Tasche umgelenkt.

Der Ex-Manager von KMW muss sich allerdings lediglich wegen Steuerdelikten, versuchten Betrugs und Geldwäsche verantworten, die Bestechungsdelikte sind bereits verjährt.

Den heutigen und früheren KMW-Chefs Manfred Bode und Frank Haun sei nicht nachzuweisen, dass sie von den falschen Steuerangaben gewusst hätten, erklärten die Ankläger.

  • rtr
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