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Rüstungskonzern Rheinmetall-Rüstungsparte macht Gewinn, Autogeschäft mit Problemen – die Blitzanalyse

Rheinmetall hat Zahlen für das erste Quartal vorgelegt: Während das Autogeschäft schwächelt, sorgt die Rüstungssparte für weiteres Wachstum.
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Rheinmetall: Rüstungsparte macht Gewinn Quelle: dpa
Schützenpanzer Puma

Die Rheinmetall-Rüstungssparte wird auf absehbare Zeit satte Gewinne abliefern.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat am Donnerstag die Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Das sind die wichtigsten Fakten:

  • Während der Umsatz in der Automotive-Sparte im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückging, zog das Rüstungsgeschäft deutlich an. Unterm Strich wuchs der Konzernumsatz so um 6,6 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.
  • Die Bücher sind prall gefüllt. Der Auftragsbestand erreicht mit 9,1 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Wachstum von 26 Prozent.
  • Auch das operative Konzernergebnis konnte Vorstandschef Armin Papperger um 15 Prozent auf 54 Millionen Euro steigern.

Das fällt positiv auf:

Normalerweise ist das erste Quartal eines Geschäftsjahres für Rüstungskonzerne auch das schwächste. In den vergangenen sieben Jahren ist es Rheinmetall nie gelungen, in der Defence-Sparte das Auftaktquartal mit einem Gewinn abzuschließen. Das ist in diesem Jahr anders: Das operative Ergebnis beläuft sich auf neun Millionen Euro – das Vorjahresquartal hatte Rheinmetall mit einem Minus von 13 Millionen Euro abgeschlossen.

Zwar ging der Auftragseingang von 857 Millionen Euro im ersten Quartal 2018 auf nunmehr 564 Millionen Euro deutlich zurück. Allerdings kommen schneller neue Aufträge rein, als Rheinmetall die alten abarbeiten kann. So stieg der Auftragsbestand im Rüstungsgeschäft von 6,7 auf 8,6 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern hier mit einem Umsatzwachstum zwischen neun und elf Prozent. „Angesichts des umfassenden Nachholbedarfs bei der Beschaffung der Streitkräfte sehen wir für uns im Defence-Bereich weiterhin große Chancen, in Deutschland wie auch international“, erklärte Vorstandschef Papperger bei Vorlage der Zahlen. Schon jetzt sei ein großer Teil dieser Prognose durch bestehende Aufträge abgedeckt, hieß es in einer Mitteilung.

Das fällt negativ auf:

Im Automobilgeschäft sieht die Lage weniger rosig aus. Mit einem Umsatz von 714 Millionen Euro ist das Geschäft derzeit rückläufig (minus 4,9 Prozent), auch das Ergebnis lag mit 49 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 25 Prozent). Rheinmetall leidet hier an der schwächelnden Autokonjunktur, schrumpft aber immerhin noch langsamer als der Gesamtmarkt, dessen Volumen im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent abnahm.

Das negative Umfeld wirkt sich auch auf die operative Marge von Rheinmetall aus, die in der Automotive-Sparte von 8,6 auf 6,9 Prozent sank. Auf Konzernebene kann Rheinmetall den Rückgang dank des Rüstungsgeschäft allerdings mehr als ausgleichen. So stieg die operative Ergebnismarge insgesamt leicht von 3,7 auf vier Prozent.

Für 2019 rechnet Papperger im Automobil-Bereich mit einem stagnierenden bis leicht positiven Umsatzwachstum. „Automotive zeigt weiter eine hohe Rentabilität, obwohl auch wir die Auswirkungen der rückläufigen Autokonjunktur spüren“, so der Vorstandschef.

Was jetzt passiert:

Gerade im Automobilgeschäft bleibt das Umfeld für Rheinmetall herausfordernd. Der Konzern rechnet hier laut Mitteilung mit einer „spürbaren Markterholung im zweiten Halbjahr“, allerdings ist unklar, ob die auch tatsächlich eintrifft. Denn die Autokonjunktur leidet derzeit am schwierigen Handelsklima, und hier vor allem am Handelsstreit zwischen den USA und China.

Bis Mitte Mai will US-Präsident Donald Trump entscheiden, ob er Zölle auch auf europäische Autos erhebt. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, hat das Auswirkungen auch auf die deutsche Autoindustrie – und damit auch auf das Zuliefergeschäft von Rheinmetall.

Papperger kann allerdings darauf bauen, dass die Rüstungssparte auf absehbare Zeit satte Gewinne abliefern wird. Auch eine leichte Konjunktureintrübung brächte den Düsseldorfer Konzern deshalb wohl nicht in Bedrängnis.

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