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Rüstungskonzerne Fusion von EADS und BAE hängt am seidenen Faden

Die Regierungen sagen nichts, doch hinter den Kulissen wird über das Aus für die geplante Fusion von EADS und BAE gemunkelt. Deutschland spielt dabei eine unrühmliche Rolle. Heute fällt eine Entscheidung.
09.10.2012 Update: 10.10.2012 - 07:07 Uhr 8 Kommentare
Die Fusion der Rüstungskonzerne EADS und BAE scheint auf wackeligen Füßen zu stehen. Quelle: AFP

Die Fusion der Rüstungskonzerne EADS und BAE scheint auf wackeligen Füßen zu stehen.

(Foto: AFP)

Berlin/Brüssel Kurz vor Ende der Übernahmefrist bleibt der Verhandlungspoker um die geplante Rüstungsfusion von EADS und BAE undurchsichtig. Die Angaben über den Verhandlungsstand waren am Dienstagabend widersprüchlich: Mehrere mit den Gesprächen Vertraute sagten, eine neue Hürde sei aufgetreten, weil sich die Bundesregierung weigere, Großbritannien und Frankreich im Streit um die Staatsbeteiligungen am künftigen Konzern zu folgen. Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves le Drian erklärte, die Gespräche hätten Fortschritte gemacht. Nun müssten die Unternehmen entscheiden, ob ihnen diese ausreichten.

EADS teilte mit, dass sich Frankreich und Großbritannien bei den Verhandlungen über die Begrenzung der Staatsanteile angenähert hätten. Allerdings bleibe eine Einigung abhängig von einer Übereinkunft mit der deutschen Bundesregierung, die weiter ausstehe, hieß es Kreisen zufolge. Die Bundesregierung wollte sich am Dienstagabend nicht zu den Verhandlungen äußern. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere sagte lediglich, er kenne den Sachstand relativ genau und sei erstaunt über die Fülle an "interessengeleiteten Meldungen" am Dienstag.

Nach einer Serie von marktbewegenden Medienberichten über den Fortgang der Verhandlungen erwägt EADS Kreisen zufolge rechtliche Schritte. Der Luft- und Raumfahrtkonzern ziehe eine Klage wegen Marktmanipulation ernsthaft in Betracht, sagte ein Konzern-Insider. Es habe mehrere undichte Stellen sowie falsche Gerüchte gegeben.

Bis heute 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit müssen beide Konzerne entscheiden, ob sie ihr rund 45 Milliarden Dollar schweres Zusammengehen zum weltgrößten Rüstungs- und Raumfahrtkonzern vorantreiben wollen. Verhandlungsnahen Kreisen zufolge ist eine Verlängerung der Fusionsfrist nur sinnvoll, wenn zumindest in Grundsatzfragen Einigkeit besteht. Ohne Einverständnis der Politik droht das Vorhaben zu platzen.

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    8 Kommentare zu "Rüstungskonzerne: Fusion von EADS und BAE hängt am seidenen Faden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • wieso wird mit keinem wort der verdacht der bestechung und geldwäsche erwähnt-das könnte ein hinweis auf die zögerliche haltung der regierung sein

    • @Redaktion:
      bitte mal den Faden im Titel fixen. ;)
      http://www.duden.de/rechtschreibung/Faden

      Ich bin gegen die Bildung von Monopolen, das hat nichts mit Marktwirtschaft zu tun. Vor allem auch im quasi militärischen Bereich mit EADS und BAE.

      Selbst EADS an sich ist schon zu gros.

      Und weitere "too big too fail"-Systeme sollte man gleich im Ansatz vermeiden.

    • Enders wird bestimmt massiv durch Aktien verguetet wenn der Deal durchgedrueckt wird. Enders arbeitet nur fuer seine eigenen Vorteile, nicht aber als ein Vertreter der Deutschen.

    • Das kommt dabei heraus, wenn man 'europäische Unternehmen' gründet.

      Europa als Gegengewicht zu China oder den USA?

      Ein europäischer Kindergarten, das sind wir.

    • Enders will mit biegen und brechen in die Verlängerung mit der Fusion, um doch noch die Zustimmungen zu bekommen. Dürfte aber an den USA scheitern. Zwei Wochen Verlängerung bedeutet der 24 Oktober. Danach bräucht man die Zustimmung der USA. Wenige Tage vor deren Wahl werden die USA da keine Zustimmung mehr geben. Also weitere Wochen auf die neue Regierung warten, und die Aktionäre im Dunkeln lassen. Ob die USA die Fusion durchwinken ist mehr als Fraglich. Hier geht es wohl vor allem um die Interessen der Manager, nicht um die der Aktioäre.

    • Die Fusion will rein der Enders - ist es ihm doch der willkommene Pusher, um die EADS aus den Staatsfängen zu katapultieren.

      Um dieses Ziel zu erreichen, nimmt er letztlich unangemesene Zugeständnisse zuhauf in Kauf, um auf Biegen und Brechen die Fusion durchzupeitschen.

      Dass EADS dabei verliert, dass vor allem Deutschland dadurch verliert, ist ihm wurscht.

      Deutschland braucht die derzeit bestehende Machtbalance, um auf Augenhöhe die in der Vergangenheit völlig überzogene Vorteilsnahme der Franzosen wieder ZURÜCK ZU DREHEN. Partnerschaft braucht Fairness, Deutschland wurde aber bisher über den Tisch gezogen - und das braucht Korrektur!

      Würde die Fusion durchgewinkt, wären wir dauerhaft zur billigen Hiwi-Werkbank degradiert und auf Dauer abgehängt vom Zukunftsmarkt.

      Deutschland MUSS diese Fusion verhindern! Das ist naturgemäßes EIGENINTERESSE - dass jedem auf der Welt seine persönliche Antriebskraft gibt und somit auch UNS geben darf.

    • Der Spruch"diesla ist es aber anders" hat schon immer viel Geld und Leid gekostet.

    • Daimler-Chrysler; Aventis; BMW-Rollsroyce;
      VW--SEAT; DeutschePost-DHL; Deutsche -Telekom Voicestream;
      Die Werften; Opel; etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.

      QWas hat das den deutschen Verbraucher, der ja auch Steuerzahler ist gekostet.
      Hunderte Milliarden Euro reuichen nicht. Es geht in die Billionen.

      Aus Schaden nichts gelernt, weil einige "Manager" korrupt sind und ihr Ego pflegen wollen. Von einemErdtil zum anderen
      Standortschließungen trotz Beteuerungen (Opel, Aventis etc.)


      Jetzt z.B. Enders...

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