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Russland Autoabsatz bricht um 43 Prozent ein

Die Autoverkäufe in Russland sind im November fast um die Hälfte eingebrochen. Grund sind die schlechte Wirtschaftslage und die westlichen Sanktionen. Viele Autobauer haben ihre Produktion in Russland gedrosselt.
08.12.2015 - 15:34 Uhr
VW-Arbeiter bei der Qualitätskontrolle. Quelle: dpa
VW-Werk in Kaluga

VW-Arbeiter bei der Qualitätskontrolle.

(Foto: dpa)

Moskau Die Autoverkäufe sind in Russland wegen der schlechten Wirtschaftslage und der westlichen Sanktionen im November um 43 Prozent eingebrochen. Die Händler hätten 131.572 Fahrzeuge abgesetzt, knapp 98.000 weniger als vor Jahresfrist, teilte der Branchenverband AEB am Dienstag mit. So heftig war der Einbruch noch in keinem anderen Monat in diesem Jahr.

Der Absatz im November 2014 war allerdings auch außergewöhnlich hoch gewesen, weil die Russen angesichts des damals einsetzenden Rubel-Verfalls ihr Geld schnell noch in Autos investiert hatten. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres liegt der Absatz dem AEB zufolge mit 1,5 Millionen Fahrzeugen um 34,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Russland zählte vor nicht allzu langer Zeit mit Wachstumsraten von zeitweise mehr als zehn Prozent noch zu den Boom-Märkten für die Autobauer. Dann aber setzte der Ölpreis-Verfall ein, was Russland als Energie-Exporteur schwer zu schaffen macht. Hinzu kamen die Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise.

Wegen des Rückgangs haben Konzerne wie Volkswagen, Toyota und Ford ihre Produktion in Russland gedrosselt. Die GM -Tochter Opel hat sich aus dem Land zurückgezogen und ihr Werk in St. Petersburg mit rund 2000 Beschäftigten geschlossen.

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