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Russlandgeschäfte Milliardenauftrag für Siemens-Zugsparte – und neue Korruptionsvorwürfe

Die Russische Eisenbahn will von Siemens Züge für 1,1 Milliarden Euro kaufen. Doch im Zusammenhang mit Russlandgeschäften droht dem Konzern an anderer Stelle Ärger.
07.06.2019 - 18:47 Uhr Kommentieren
Siemens liefert diese Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro RUS nach Russland. Quelle: dpa
Hochgeschwindigkeitszug von Siemens für Russland

Siemens liefert diese Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro RUS nach Russland.

(Foto: dpa)

München Freude und Ärger scheinen für Siemens derzeit in den Russlandgeschäften und nah beieinander zu liegen: Die Russische Eisenbahn (RZD) hat bei Siemens weitere 13 Hochgeschwindigkeitszüge bestellt. Das Auftragsvolumen beträgt dem Konzern zufolge 1,1 Milliarden Euro und umfasst auch die Instandhaltung der Züge für 30 Jahre, teilte Siemens am Freitag in München mit. Ein Großteil der Züge soll in Krefeld gebaut werden.

Vom Velaro, den die Deutsche Bahn als ICE einsetzt, habe die RZD schon 2006 und 2011 jeweils acht Züge bestellt. In Russland heißt der Zug „Sapsan“ (Wanderfalke) und ist speziell für das russische Breitspur-Format und extreme Temperaturen ausgerichtet. Die Züge bieten Platz für rund 550 Fahrgäste. Sie sollen auf der 650 Kilometer langen Strecke zwischen Moskau und Sankt Peterburg verkehren, die das höchste Fahrgastaufkommen in Russland aufweist.

Der Vertrag wurde am Rande des Sankt Petersburg International Economic Forum (SPIEF) unterzeichnet. „Mit der Unterzeichnung dieses Abkommens bringen wir die langjährige und sehr erfolgreiche Partnerschaft mit den Russischen Eisenbahnen auf eine neue Ebene“, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser.

Doch im Kontext mit den Russlandgeschäften droht dem Konzern an anderer Stelle neuer Ärger: Einem Pressebericht zufolge gibt es Hinweise auf erneute systematische Schmiergeldzahlungen, unter anderem an die russische Regierungspartei.

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    Ein Geschäftsmann aus Neu-Ulm, den Siemens 2007 zum offiziellen Verkäufer für Tomografie-Röhren in Russland bestimmt hatte, soll bis 2011 Beamte in mehreren Regionen bestochen haben, schreibt der Spiegel unter Berufung auf Akten der Staatsanwaltschaft Augsburg. Ein Teil des Schmiergelds soll dabei in den Wahlkampf der russischen Regierungspartei „Einiges Russland“ geflossen sein.

    Auch an anderer Stelle hat Siemens bereits Ärger: Die US-Börsenaufsicht SEC soll wegen wegen des Verdachts auf ähnliche Praktiken in China Ermittlungen das deutsche Unternehmen sowie weitere Hersteller Ermittlungen aufgenommen haben.

    Mehr: Mit einem Großauftrag aus Hessen kann Alstom die Serienproduktion des Brennstoffzellenzugs iLint angehen. Andere Bundesländer wollen auch umrüsten.

    • dpa
    • lmm
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