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Saarland Stahlindustrie einigt sich auf Tarife

Schnelle Einigung: IG-Metall und Arbeitgeber vereinbaren eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,8 Prozent.
2 Kommentare
Arbeiter schaut sich Rohstahlrollen (Coils) an. Quelle: dpa

Arbeiter schaut sich Rohstahlrollen (Coils) an.

(Foto: dpa)

SaarbrückenBereits in der ersten Tarifrunde haben sich die IG Metall und der Saarhüttenverband für die Beschäftigten an der Saar, bei Edelstahl Buderus in Wetzlar und den Badischen Stahlwerken in Kehl auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Wie IG-Metall und Arbeitgeber am Dienstagmorgen mitteilten, sieht der Vertrag eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen von 3,8 Prozent vor. Die Tariferhöhung gelte ab dem 1. März 2012, zusätzlich sei eine Einmalzahlung in Höhe von 160 Euro und für Auszubildende von 60 Euro vereinbart worden. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 16 Monaten bis Ende Mai 2013. Laut Gewerkschaftsangaben betrifft der neue Tarifvertrag rund 14.000 Arbeitnehmer. Die Arbeitgeberseite sprach von etwa 15.600 Beschäftigten.

Der Verhandlungsführer des Verbandes der Saarhütten, Albert Hettrich, erklärte: „Die diesjährigen Tarifverhandlungen waren schwierig aber konstruktiv und von einem gegenseitigen Geben und Nehmen geprägt. Mit der Vereinbarung zur unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten können die Unternehmen entsprechend der bisherigen Ausbildungspraxis weiterarbeiten. Und den Auszubildenden wird eine Zukunftsperspektive geboten. Durch die Fortführung der Altersteilzeitregelung wird den älteren Mitarbeitern weiterhin die Möglichkeit gegeben, unter sozialverträglichen Bedingungen frühzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden.“

IG Metall Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte: Die Kundgebung, an der rund 2200 Stahlwerker teilnahmen, „hat die Arbeitgeber offensichtlich beeindruckt. Dies ist ein gutes und faires Tarifergebnis, das nicht nur eine ordentliche Entgelterhöhung, sondern auch richtige und zukunftsweisende Regelungen für Junge, Ältere und Leiharbeitnehmer beinhaltet.“ Roman Selgrath, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Dillinger Hüttenwerke, betonte: „Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit garantiert älteren Beschäftigten den fairen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. An der Saar werden ältere Stahlbeschäftigte auch zukünftig früher ausscheiden können.“

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2 Kommentare zu "Saarland: Stahlindustrie einigt sich auf Tarife"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das ist eine Nachricht für Menschen die lesen und verstehen, sowie ihren Verstand beisammen heben.

    Für den Rest gibts Dachlatten bei Obi oder das Blatt mit den großen Buchstaben.

    Gute Besserung und dickes Bussi.

  • Es ist doch richtig, dass das massiv überschuldete Saarland der Verhandlungspartner ist und die Gewerkschaften hier in des Steuerzahlers Tasche mal schön tief rein greifen und sich bedienen?

    Die Schulden des Saarlandes muss dann wieder der Münchener Taxifahrer bezahlen, dem die Miete über den Kopf wächst?

    Ist das jetzt eine Nachricht zum jubeln oder zum bedauern?