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Sabic Saudischer BASF-Konkurrent mit niedrigstem Gewinn seit zehn Jahren

Nach BASF bekommt auch Saudi-Arabiens größter Chemiekonzern die schwächelnde Weltwirtschaft zu spüren. Im zweiten Quartal sinken Gewinn und Umsatz.
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Der saudi-arabische Chemiekonzern spürt die sinkende Nachfrage nach Spezialchemie und Kunststoffen. Quelle: Bloomberg
Sabic

Der saudi-arabische Chemiekonzern spürt die sinkende Nachfrage nach Spezialchemie und Kunststoffen.

(Foto: Bloomberg)

Die sinkende Nachfrage in der Chemie- und Kunststoffbranche spürt auch der saudi-arabische Chemiekonzern Sabic. Im zweiten Quartal sank der Gewinn im Vorjahresvergleich von knapp 1,6 Milliarden auf 507 Millionen Euro. Im Schnitt hatten die Analysten mit einem Gewinn von knapp 900 Millionen Euro gerechnet.

Vor allem das verlangsamte Wachstum in der Autoindustrie lässt die Nachfrage nach Spezialchemie und Kunststoffen sinken. Darunter leiden auch andere Chemiekonzerne wie zum Beispiel BASF. Der deutsche Konzern hatte zuletzt eine Gewinnwarnungen herausgeben mussten.

„Obwohl sich die niedrigen Petrochemie-Preise negativ auf Sabics zweites Quartal auswirken, bleibt unsere weitere Geschäftsentwicklung stabil“, erklärte Sabic-CEO Yousef Abdullah Al Benyan gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wir bleiben hinsichtlich der langfristigen Fundamentaldaten optimistisch und planen weitere Investitionen in unser Wachstum.

Auch beim Umsatz musste Sabic deutliche Einbußen hinnehmen. Lag er im zweiten Quartal 2018 noch bei 43,3 Milliarden Saudi-Riyal, umgerechnet 10,3 Milliarden Euro, sank dieser in diesem Jahr auf 36,77 Milliarden Saudi-Riyal, was in etwa 8,8 Milliarden Euro entspricht. Das Ebit rutschte von 9,7 Milliarden Euro auf 1,15 Milliarden Euro.

Neben dem Margendruck hat Sabic noch eine zweite Baustelle. So hatte der Konzern in der vergangenen Woche die Gespräche mit der Schweizer Spezialchemiefirma Clariant über ein Joint-Venture unterbrochen, nachdem dessen Vorstandsvorsitzender Ernesto Occhiello unerwartet zurückgetreten war. Die Verhandlungen über die Transaktion seien „vorübergehend ausgesetzt“, teilte Clariant am Donnerstagmorgen mit. Die Entscheidung sei im Interesse der Anteilseigner beider Unternehmen getroffen worden.

Kottmann, eigentlich der Verwaltungsratschef der Firma, verantwortet seit gestern als „Executive Chairman“ auch das operative Geschäft. Denn Ernesto Occhiello, der vom Großaktionär Sabic zu Clariant gekommen war, hatte nach nur neun Monaten im Amt seinen Rücktritt erklärt.

Occhiello sei aber nicht wegen des Konflikts mit Sabic gegangen. „Man muss die zwei Themen in aller Fairness trennen“, sagte der geschäftsführende Clariant-Präsident Hariolf Kottmann. Occhiello habe persönliche Gründe für seine Entscheidung gehabt, diese gelte es zu respektieren.

Mehr: Chaostage bei Clariant – Warum die Joint-Venture-Gespräche mit Sabic auf Eis liegen.

  • Bloomberg
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