Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Salzherstellung in Hattdorf K+S schickt 1300 Mitarbeiter in Zwangsurlaub

Der weltweit größte Salzhersteller gerät unter Druck: Ein Standort von K+S steht bereits still, nun droht ein weiterer hinzuzukommen. Der Grund für die Zwangspause: Eine Genehmigung zur Salzabwasser-Entsorgung fehlt.
01.12.2015 Update: 01.12.2015 - 15:19 Uhr
Der Konzern muss die Produktion am Standort Hattdorf einstellen. Quelle: dpa
K+S-Salzbunker

Der Konzern muss die Produktion am Standort Hattdorf einstellen.

(Foto: dpa)

Philippsthal Dem Düngemittel- und Salzproduzenten K+S drohen in Kürze weitere Produktionseinbußen. Nachdem in der Nacht zum Dienstag begonnen wurde, am hessischen Standort Hattorf die Produktion herunterzufahren, naht gegen Ende der Woche auch im benachbarten Unterbreizbach in Thüringen ein Stopp. „Wir haben dort nur noch Luft für drei bis vier Tage. Dann geht je nach Wasserstand der Werra auch dort nichts mehr und weitere 450 Beschäftigte sind betroffen“, sagte K+S-Sprecher Michael Wudonig am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

In Hattorf konnten am Dienstag 1300 Beschäftigte nicht arbeiten, weil das Unternehmen nicht mehr genügend Möglichkeiten hat, das bei der Produktion anfallende Salzabwasser zu entsorgen. Zum 1. Dezember war eine Genehmigung des Regierungspräsidiums Kassel zum Versenken der Salzlauge in den Erdboden ausgelaufen und nicht verlängert worden.

Nun bleibt vorerst nur noch die Entsorgung über die Werra. Der Fluss darf aber nicht unbegrenzt Salzabwasser aufnehmen - deswegen der Produktionsstopp in Hattorf. Ein Stilllegung wegen fehlender Behördengenehmigung sei ein bislang einmaliger Vorgang für den Dax-Konzern, erklärte Wudonig.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Harald Döll sagte: „Die Arbeiter sind stark verunsichert.“ K+S hofft bis Weihnachten auf eine Übergangsgenehmigung zum Versenken der Salzlauge. Das Regierungspräsidium in Kassel prüft eine zeitlich begrenzte Erlaubnis.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch den Produktionsstopp ausfällt, konnte das Unternehmen auf Nachfrage nicht beziffern. Im Werk Werra, zu dem die Standorte Hattorf und Unterbreizbach zählen, werden 45 Prozent der Kali- und Magnesiumprodukte des K+S-Geschäfts hergestellt, wie Wudonig sagte. Die Produkte von K+S kommen in der Agrarwirtschaft, Ernährung und Straßensicherheit zum Einsatz.

    • dpa
    Startseite
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%