Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Osram

Der österreichische Chip- und Sensorhersteller AMS will wie bereits in seiner ersten Offerte 41 Euro je Osram-Aktie bieten.

(Foto: Reuters)

Sand Grove Capital Management Hedgefonds steigt als neuer Großaktionär bei Osram ein

Der Hedgefonds Sand Grove Capital Management hält 5,75 Prozent der Osram-Aktien. Der Großaktionär macht den Übernahmepoker schwieriger.
Kommentieren

Mitten im Übernahmepoker um Osram tritt überraschend ein neuer Großaktionär auf den Plan. Der Hedgefonds Sand Grove Capital Management sei mit 5,75 Prozent der Aktien eingestiegen, teilte der Münchener Lichttechnikkonzern am Donnerstag mit.

Der in London ansässige Investor bezeichnet seine Strategie als „ereignisorientiert“. Er verfolgt also das Ziel, Kapital aus Übernahmeversuchen anderer Marktteilnehmer und ähnlichen Gelegenheiten zu schlagen.

Der österreichische Chip- und Sensorhersteller AMS versucht bereits im zweiten Anlauf, sich Osram einzuverleiben. Ein erster Versuch war an mangelndem Verkaufsinteresse anderer Anteilseigner gescheitert.

Mit Sand Grove als neuem Großaktionär könnte es für die Österreicher schwieriger werden, die angestrebte Aktienmehrheit von 55 Prozent zu erreichen. 20 Prozent der Anteile hält AMS bereits. Weiterer Großaktionär ist der Vermögensverwalter Allianz Global Investors mit rund neun Prozent.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin entscheidet nach Angaben von Insidern voraussichtlich Anfang November über eine Freigabe des neuen Übernahmeangebots von AMS. Die Entscheidung über die rund 4,5 Milliarden Euro schwere Offerte werde in der kommenden Woche erwartet, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dann könnten die Osram-Aktionäre erneut entscheiden, ob sie ihre Anteile verkaufen wollen. Die Bafin lehnte eine Stellungnahme ab.

Der österreichische Chip- und Sensorhersteller AMS will wie bereits in seiner ersten Offerte 41 Euro je Osram-Aktie bieten. Allerdings will das Unternehmen aus Premstätten bei Graz die Mindestannahmeschwelle auf 55 Prozent senken, nachdem die zunächst festgelegte Schwelle von 62,5 Prozent verfehlt worden war. Die Gespräche beider Unternehmen über eine Kooperationsvereinbarung dauern an. Deutsche Arbeitnehmervertreter befürchten einen Stellenabbau.

Mehr: IG Metall fordert Bafin zum Eingreifen bei der Osram-Übernahme auf. Die Gewerkschaft wirft AMS vor, mit ihrem zweiten Übernahmeangebot für Osram zu tricksen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Sand Grove Capital Management - Hedgefonds steigt als neuer Großaktionär bei Osram ein

0 Kommentare zu "Sand Grove Capital Management: Hedgefonds steigt als neuer Großaktionär bei Osram ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.