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Schaeffler Zulieferer belohnt Aktionäre mit Sonderdividende

Die Schwächen in der Industriesparte konnte der Autozulieferer Schaeffler im abgelaufenen Jahr durch Wachstum im Kerngeschäft wegstecken. Die Aktionäre erhalten nach dem Umsatzsprung eine Sonderdividende.
15.03.2016 Update: 15.03.2016 - 13:31 Uhr
Der Autozulieferer konnte den Konzernumsatz im Jahresvergleich um 9,1 Prozent steigern. Quelle: dpa
Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach

Der Autozulieferer konnte den Konzernumsatz im Jahresvergleich um 9,1 Prozent steigern.

(Foto: dpa)

Herzogenaurach Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will seine Aktionäre nach dem Börsengang und einem Umsatzsprung im vergangenen Jahr mit einer Sonderdividende beglücken. „Die Lage der Firma ist so gut, dass wir das einmalig machen können“, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld bei der Vorstellung der Bilanz in Frankfurt. Zu der geplanten regulären Ausschüttung von 35 Cent je Vorzugsaktie sollen deshalb noch einmal 15 Cent hinzukommen.

Mit der Aussicht auf eine Sonderdividende hatte Schaeffler den Investoren die Aktien beim Börsengang im Oktober schmackhaft gemacht. Wegen der Börsenturbulenzen rund um den VW-Skandal fiel die Aktienplatzierung jedoch kleiner aus als gedacht: 10,8 Prozent der Schaeffler AG liegen nun bei institutionellen Investoren, der Rest weiter bei Maria-Elisabeth Schaeffler und ihrem Sohn Georg. Ihnen fließt somit ein Großteil der Sonderdividende zu.

An dem Ziel, einen Streubesitz von 25 Prozent zu erreichen, halte Schaeffler fest, erklärte Rosenfeld. Wann die Familie weitere Aktien auf den Markt werfen könnte, sagte er nicht. Bis zum 9. April muss die Familie die Aktien halten, solange läuft die Haltefrist nach dem Börsengang. Eine Sonderdividende werde es aber nicht noch einmal geben, sagte der Firmenchef. Das bleibe eine einmalige Sache. An der Börse lagen die im SDax gelisteten Schaeffler-Aktien am Nachmittag unverändert bei 14,50 Euro. Zum Börsengang hatten die Titel noch 12,50 Euro gekostet. Der Konzern aus Herzogenaurach, der auch Großaktionär des Reifenherstellers Continental ist, gilt als Kandidat für den MDax.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

(Foto: Reuters)
Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

(Foto: AFP)
Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

(Foto: dpa)
Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile.

(Foto: dpa/picture-alliance)
Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Nach dem Börsengang stehe die Konzernstruktur weitestgehend, nun werde sich Schaeffler verstärkt ums Geschäft kümmern, sagte Rosenfeld. Trotz der enttäuschenden Verkaufszahlen von Elektro-Autos in Deutschland sieht er in der E-Mobilität große Chancen. Seit dem Jahr 2000 habe der Konzern rund 500 Millionen Euro in die Entwicklung und Produktion von Elektro- und Hybridantrieben investiert, rund 1200 Mitarbeiter arbeiten in dem Bereich. „Wir wollen die Zahl der Mitarbeiter und die Investitionen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln“, kündigte Rosenfeld an.

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    Im vergangenen Jahr steigerte Schaeffler seinen Konzernumsatz um neun Prozent auf 13,2 Milliarden Euro, vor allem dank einer hohen Nachfrage nach seinen Automotive-Produkten aus den USA und China. Das operative Ergebnis (Ebit) sank hingegen um acht Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, die Ebit-Marge ging auf 10,6 von 12,6 Prozent zurück. Hier lasteten die Risikovorsorge für mögliche Schadenersatzansprüche wegen Preisabsprachen von 238 Millionen Euro sowie Rückstellungen für die Neuausrichtung der kleineren Industriesparte auf dem Konzern. Ohne diese Sondereffekte wäre das Ebit um 7,4 Prozent gestiegen.

    „Auch im Jahr 2016 wollen wir weiter profitabel wachsen“, erklärte Rosenfeld. Währungsbereinigt soll der Umsatz um drei bis fünf Prozent wachsen, die Ebit-Marge vor Sondereffekten zwischen 12 und 13 Prozent liegen. Vor allem auf der Automotive-Sparte ruhen die Wachstumshoffnungen, für die Industriesparte geht Schaeffler von bestenfalls stagnierenden Umsätzen aus.

    • rtr
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