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Schiedsverfahren in den USA Buffetts Unternehmen hat für die Übernahme einer Krefelder Firma zu viel bezahlt

643 Millionen Euro sollen der Berkshire-Tochter Precision Castparts nun zurückerstattet werden. Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf ermittelt.
22.04.2020 - 00:53 Uhr Kommentieren
Precision Castparts gehört seit 2015 es zu Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway. Quelle: Reuters
Warren Buffett

Precision Castparts gehört seit 2015 es zu Buffetts Konglomerat Berkshire Hathaway.

(Foto: Reuters)

Denver Star-Investor Warren Buffett sucht schon seit Jahren nach Übernahmemöglichkeiten in Deutschland. Precision Castparts, ein Tochterunternehmen seines Konglomerats Berkshire Hathaway, schlug 2017 zu und übernahm den Krefelder Mittelständler Wilhelm Schulz GmbH.

Nun stellt sich heraus, dass Precision Castparts dafür offenbar viel zu viel bezahlt hat. Die Berkshire-Tochter soll 643 Millionen Euro zurückerstattet bekommen, entschied ein Schiedsgericht vergangene Woche in den USA.

Precision Castparts hatte den Krefeldern vorgeworfen, Rechnungen und Bestellungen gefälscht zu haben, um Umsatz und Gewinn künstlich zu vergrößern. Das Schiedsgericht hat das bestätigt.

Gerade in den Monaten vor der Übernahme Anfang 2017 soll das Vorgehen der Schulz GmbH zugenommen haben, offenbar auch, um ein drohende Insolvenz zu vermeiden, heißt es in dem Urteil, das noch von einem Richter in den USA bestätigt werden muss.

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    Die Lage sei eindeutig gewesen, betonte das Schiedsgericht. Precision Castparts habe „ausgiebig gezeigt“, wie das Unternehmen von Schulz getäuscht worden sei. Der eigentliche Kaufpreis hätte daher bei rund 157 Millionen Euro liegen sollen, statt bei 800 Millionen Euro. Berkshire Hathaway wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

    Die Wilhelm Schulz GmbH galt als der weltweit führende Hersteller für Rohrzubehörteile und war vor der Übernahme bereits ein Kunde von Precision Castparts. Das Unternehmen aus Portland im US-Bundesstaat Oregon stellt Industriekomponenten aus Metall her, die für Flugzeugmotoren und Kraftwerke benötigt werden, ebenso wie Röhren für die Öl- und Gasbranche.

    Seit 2015 gehört es zu Buffetts Konglomerat. Der Star-Investor aus Omaha, Nebraska, zahlte damals rund 37 Milliarden Dollar, es war die größte Übernahme in Berkshires Firmengeschichte.

    „Wir sind vom Ausgang des Schiedsverfahrens enttäuscht und halten die Entscheidung für falsch. Unsere Anwälte prüfen daher aktuell mögliche rechtliche Schritte“, sagte ein Sprecher von Wolfgang Schulz der „Rheinischen Post“. Der Fall beschäftigt auch die Behörden in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf ermittelt nach eigenen Angaben gegen acht Beschuldigte, davon sitze jedoch keiner in Untersuchungshaft.

    Mit Agenturmaterial

    Mehr: Warren Buffett legt den Finger in die Wunde. Ein Kommentar.

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