Schiefergas in Deutschland ExxonMobil stellt Fracking-Pläne vorerst zurück

In den USA erlebt Schiefergas einen wahren Boom als Energieträger. Auch in Deutschland gibt es Vorkommen. Doch die Bedenken gegen eine Ausbeutung wiegen schwer. Der Energiekonzern ExxonMobil wartet weitere Studien ab.
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Die Förderung von Schiefergas in Deutschland ist umstritten. Quelle: dpa

Die Förderung von Schiefergas in Deutschland ist umstritten.

(Foto: dpa)

OsnabrückDer Energieriese ExxonMobil legt seine Pläne für umstrittene Fracking-Bohrungen vorerst auf Eis. Das kündigte der Konzern am Dienstag in Osnabrück an. Als Konsequenz aus der Risikostudie, die ExxonMobil selbst bei einem Expertenkreis in Auftrag gegeben hatte, soll vor weiteren Erkundungsbohrungen ein Konzept zu Grundwasser-Untersuchungen rund um Fracs erarbeitet werden. Das dauere mindestens ein halbes Jahr.

Vorher sollen keine Fracking-Maßnahmen stattfinden. Die mögliche Verschmutzung des Grundwassers beim Einsatz der Fracking-Technologie hatten Bürger und Politiker immer wieder scharf kritisiert. Bei der umstrittenen Methode wird mit großem Druck ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gas aus tiefen Gesteinsporen zu lösen.

 
  • dpa
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12 Kommentare zu "Schiefergas in Deutschland: ExxonMobil stellt Fracking-Pläne vorerst zurück"

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  • @Vicario
    Ochsen sind dumm, die Frackingkonzerne um Halliburton sind nicht dumm aber skrupelos...
    Den Film Gasland kenne ich natürlich und noch mehr. Schlimmer ist die braunschwarze Lobby und die Bürgermeisterles in den kleinen Orten, die im Vorfeld neue Strassen und Glasfaserinternet bekommen, bei Ihren Wählern damit punkten und zu allem Übel die eigenen Brunnen zu Gunsten der Bodenseewasserversorgung schließen.
    Man bereitet also den Tisch für die Gasfrackingfirmen und beruft sich dann auf Bergrecht aus dem Kaiserreich. Hier haben die Kreise, Städte und Länder dann plötzlich nichts mehr zu sagen ;-) Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

  • @ G4G

    Wenn irgendwelche Ochsen planen, eine der schönsten Gegenden in D zu verschandeln, dann muß man ihnen das Handwerk legen !!!

    Am besten besorgen Sie sich den Film " GasLand", kopieren ihn zig mal, und verteilen an die Anlieger...die werden dann wissen, sich zur Wehr zu setzen..!
    Diese Sauerei muß unbedigt verhindert werden, schade, dass ich nicht aus der Region bin, hätte da kräftig mitgewirkt !!!!

  • Hi Vicario...ich bin kein Spezialist für Fracking, habe jedoch ein paar Kenntnisse als Ingenieur und der Chemie.

    Ihre Aeusserungen stehen ziemlich im Gegensatz zu Plausibilität und Naturwissenschaften.

    Methan ist eine sehr stabile chemische Verbindung und wird als unkritisch angesehen.

    Fracking ist aufwendig und teurer als die konventionelle Förderung. Allerdings ist Fracking offensichtlich günstig genug um attraktiv zu sein.

    Die Russen sind nach meiner Beobachtung regelmässig völlige Oekobanausen. Das Land ist allerdings viel zu gross um dessen Umwelt auch nur in geringem Masse ruinieren zu können. Der Grund dass man in Ru nicht frackt ist, dass es in Ru noch sehr viele unerschlossene konventionelle Gasvorkommen gibt.

    In den USA gibt es eine Umweltgesetzgebung die häufig anders ist, allerdings auch kein Ausschütten, oder offenes stehenlassen problematischer Flüssigkeiten zulässt. Es erscheint sehr unwahrscheinlich dass diese Flüssigkeiten allzu giftig sind.

    Vandale

  • @handelsblatt.com
    Find ich super medienfrei, dass das HB die Problematik mit Gasfracking am Bodensee redaktionell löscht.
    Aufhalten werden Sie Frackinggegner im Baden-Würtemberg damit nicht !
    Fracking ist Umweltmord. (Punkt)

  • @ Steinweg

    Haben sie auf ihrenm Gut eine Bohrstelle.?
    Was haben sie denn mit den Kadavern gemacht....doch nicht etwa zum Discounter gebracht..?

  • @vicario Weil das Methan so giftig ist, sind auch schon alle Kuehe tot. Bauern arbeiten unter schwerem Atemschutz.

  • @ vandale
    Hallo Vandale, der Doku-Film GasLand (..)beschreibt sehr anschaulich das Förderverfahren. Es wird ein Gemisch aus Wasser und giftigen Chemikalien in das Erdreich gepumpt, um die Schieferschichten zu zersetzen. Anschliessend wird das ganze Zeug wieder rausgepumpt und zwischengelagert ( Pool ), um später sukzessive mit LKW-Tankern abzutransportieren.
    Und hier liegt die Problematik : das Gift verdampft im Pool und kommt später mit Niederschlägen ins Grundwasser. Die Pflanzen- und Tierwelt vergiftet sich und später durch Nahrung auch der Mensch. Ein weiteres ungelöstes Problem ist die Endlagerung dieses Gemischs. Die Amis kippen das Zeug in die Umwelt ( Alaska, etc ), die Russen könnten das in Sibirien wegkippen, aber die haben ihre Landschaft durch konventionellen Förderstellen schon so verschandelt, daß sie sich an das Fracking erst gar nicht heranwagen !
    Von Kosten-Nutzung-Rechnung ganz zu schweigen. Das Förderverfahren kostet sehr viel Geld und ist auch sehr transportaufwendig. Ich glaube nicht, dass es hier ohne Staatssubventionen funktioniert.
    Die Gefahr des Gasustritts aus dem Wasserhahn besteht bei uns weniger, zumal wir das Trinkwasser nicht aus lokalen Brunnen erhalten. Das geförderte Gas ist aber sehr Metanhaltig ( reines Gift für Lebewesen aller Art ). Und ganz ohne Lecks geht es nicht ( Menschen machen auch Fehler ). Metanhaltiges Gas auf der Erdoberfläche vergiftet alles !!!!Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Ich glaube Exxon udn Co. keine Silbe.
    Die Franzosen sind auch im Geschäft mit Fracking.(...)
    Hier ist der Gesetzgeber gefordert und muss in Deutschland das Fracking per Gesetz verbieten. Genau wie in Frankreich. Denn Fracking ist Umweltmord. Es vergiftet die Natur und die lebenswichtige Ressource Wasser auf Dauer durch Gift und radioaktive Abfälle.
    Ohne Wasser kein Leben, ohne Schiefergas kein Problem.
    In 25 Jahren wird für minimal 2 Mrd. Menschen Trinkwasser fehlen (EU). (...) Beitrag von der Redaktion gelöscht.. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette.

  • Hi Vicario...ich musste mir schon viel Propaganda ansehen und suche dann Fakten von Fiktion zu trennen.

    Die Thematik ist, dass die Erdgasvorkommen regelmässig viele 100m unter der Oberfläche liegen. Dazwischen liegen gasundurchlässige und damit erst recht flüssigkeitsundurchlässige Schichten. Das Erdgas unter den Schichten ist Millionen Jahre alt.

    Die Flüssigkeiten bestehen aus Wasser, Quartz, (zusammen 99%), organischen Bestandteilen inklusive vielleicht eines Tensids, oder anderen Benetzers. Ein paar Daten findet zu diesen findet man in den Berichten von OMV und Clariant. Letztere werden sich längst zersetzt haben bevor sich die Geologie in Millionen Jahren verändert und diese Erde nach oben kommt.

    Es ist eine ziemliche faktenfreie Oekopropaganda. Sie sollten sich das erst mal sorgfältig ansehen und anhand der Plausibilität Fakten von Fiktionen trennen.

    Vandale

  • @ vandale
    Bin ausnahmsweise mal nicht Ihrer Meinung. Die Gefahr der Gasförderung liegt beim Förderverfahren, nicht beim Gas durch den Wasserhahn..! Es werden über 500 verschiedener Chemikalien ( Gift , Krebserzeugend, gefährlich für Mensch und Tierwelt ) in das Erdreich gepumpt ! Schauen Sie sich mal den Film an, dann sehen Sie die Sache etwas kritischer..?!

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