Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Schienenverkehr Flixtrain fährt bald auch die Strecke Hamburg-Stuttgart

Der private Bahnbetreiber des Start-ups Flixmobility baut sein Zugnetz in Deutschland aus. Zudem kritisiert er die Kapitalspritze für die Deutsche Bahn.
Kommentieren
Der private Bahnbetreiber des Start-ups Flixmobility baut sein Zugnetz in Deutschland aus. Quelle: dpa
Flixtrain

Der private Bahnbetreiber des Start-ups Flixmobility baut sein Zugnetz in Deutschland aus.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ab Frühjahr 2020 will Flixtrain auch die Städte Hamburg und Stuttgart direkt verbinden. Die Strecke wird über Hannover, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Fulda, Frankfurt, Darmstadt und Heidelberg führen. Bis zum Sommer 2020 werden dann bis zu drei Abfahrten pro Tag und Richtung angeboten, kündigte das Münchener Start-up am Dienstag an.

Ab Mitte Dezember – mit dem offiziellen Wechsel auf den Winterfahrplan – wird es auch zusätzliche Züge auf den bereits bestehenden Linien geben. Zwischen Hamburg und Köln soll dann ein Expresszug fahren, der die Strecke in gut dreieinhalb Stunden zurücklegen soll, das heißt es ist eine Beschleunigung geplant. Aktuell sind es mindestens vier Stunden bei derzeit drei Zügen pro Tag.

Auf der Strecke zwischen Berlin und Stuttgart werden mit Halle (Saale), Erfurt, Eisenach und Gotha künftig vier neue Städte angefahren. Erweiterung gibt es auch bei der Linie Berlin-Köln: Fahrgäste aus Leipzig und Lutherstadt Wittenberg können dann mit dem Flixtrain unter anderem nach Berlin, Dortmund oder dem ebenfalls neuen Halt bis Aachen reisen. Damit sind insgesamt sieben weitere Städte in das Flixtrain-Streckennetz eingebunden.

Flixmobility ist derzeit der einzige ernst zu nehmende Konkurrent der Deutschen Bahn im Fernverkehr. Die Mobilitätsplattform hat seit dem Start im Jahr 2013 das größte Fernbusnetz in Deutschland aufgezogen und versucht sein Streckennetz nun auch mit Bahnverbindungen zu ergänzen. Wie bei den Bussen besitzt Flixmobility keine eigenen Züge, sondern lässt Busfirmen und Zugbetreiber für sich fahren.

„Flixtrain ist ein enormer Erfolg für uns. Wir haben es in nicht einmal zwei Jahren geschafft, ein deutschlandweites Alternativangebot auf der Schiene zu etablieren, das die Fahrgäste sehr gut annehmen. Im kürzlich verabschiedeten Klimapaket der Bundesregierung mit massiven Subventionen für die Deutsche Bahn sehen wir diese Entwicklung natürlich gefährdet,“ sagt André Schwämmlein, Mitgründer und Geschäftsführer Flixmobility.

„Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass die vielen Milliarden tatsächlich in den Schienenausbau investiert werden, so dass alle Wettbewerber profitieren können“, so der der Mitgründer von Flixmobility weiter. Die Finanzspritze für der Staatskonzern haben auch schon andere Bahnkonkurrenten kritisiert. Dass die Deutsche Bahn unter anderem elf Milliarden Euro Kapitalerhöhung bekommen soll, ohne dass genau festgelegt ist, was mit dem Geld geschehen soll, stößt auf allgemeine Unverständnis.

Mehr: Das Fernbusunternehmen Flixbus kauft den türkischen Marktführer Kamil Koc. Das soll nur der Auftakt für eine internationale Offensive sein.

Startseite

Mehr zu: Schienenverkehr - Flixtrain fährt bald auch die Strecke Hamburg-Stuttgart

0 Kommentare zu "Schienenverkehr: Flixtrain fährt bald auch die Strecke Hamburg-Stuttgart"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote