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Schlechte Prognose Stagnieren der Bosch-Diesel-Sparte erwartet

Die Diesel-Sparte ist eines der zentralen Geschäftsfelder des Technologieriesen Bosch, und ausgerechnet dort erwartet der Konzern Stagnation. Insbesondere bei den Nutzfahrzeugen gibt es keine Hoffnung auf Besserung.
28.06.2012 - 12:33 Uhr Kommentieren

Stuttgart Der weltgrößte Autozulieferer Bosch rechnet für seine wichtige Diesel-Sparte bis zum Jahresende mit einem stagnierenden Geschäft. „Meine Prognose ist, dass wir keinen Anstieg erleben werden übers Jahr hinweg“, sagte der Chef des Geschäftsfelds, Markus Heyn, am Donnerstag vor Journalisten in Stuttgart. Die Sparte trug vergangenes Jahr etwa jeden sechsten Euro zum Umsatz bei und ist damit eine zentrale Säule des schwäbischen Technologieriesen. Im Frühjahr hatte Bosch für den gesamten Konzern eine Umsatzprognose von drei bis fünf Prozent Zuwachs für das Gesamtjahr ausgegeben.

Seine Gewinnbringer schlüsselt Bosch nicht im Detail auf. Jedoch ist bekannt, dass 2011 rund 59 Prozent der Erlöse (30,4 Mrd. Euro von 51,5 Mrd. Euro) auf die gesamte Kfz-Sparte entfielen. Sie war vergangenes Jahr mit 2,3 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) aufs Neue der wichtigste Motor und brachte rund 85 Prozent der Erträge. Bei den Diesel-Systemen, insbesondere für sparsame Einspritzung, gilt Bosch bei Auto- und Lastwagenbauern als das Maß der Dinge. Das Geschäft hängt stark von der Konjunktur ab.

Etwa die Hälfte des Umsatzes in Boschs Diesel-Sparte entfällt auf Angebote für den Nutzfahrzeugmarkt. Wie Heyn berichtete, laufe das Diesel-Geschäft für die Pkw derzeit besser. Nähere Details nannte er jedoch nur für die Nutzfahrzeug-Sparte. So habe der Gesamtmarkt für schwere Lastwagen im Boomland China mit Stand Anfang Mai 24 Prozent unter Vorjahr gelegen. Im wichtigen Markt Brasilien gebe es „Stagnation bis Rückgang“. Europa zeige sich mit derzeitigen Stand „moderat“.

Ein Sprecher betonte, dass die Umsatzentwicklung der Diesel-Sparte keine Rückschlüsse auf den Gesamttrend der Bosch-Kfz-Sparte zulasse. Bei der Jahresbilanz Ende April hatte Bosch-Chef Franz Fehrenbach zur generellen Jahresprognose gesagt: „2012 stellen wir uns darauf ein, dass sich das Wirtschaftswachstum in allen Regionen verlangsamt.“

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