Schließtechnik-Firma Assa Abloy kauft Türhersteller Cardo

In Schweden gibt es einen Milliardendeal: Der weltgrößte Schließtechnik-Spezialist Assa Abloy kauft Cardo. Das ist ein ebenfalls auf Schweden stammender Industrietüren-Hersteller.
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HB STOCKHOLM. Das Geschäft bewertet Cardo mit 11,3 Milliarden Schwedischen Kronen (rund 1,2 Milliarden Euro). Das auf Schließvorrichtungen und Sicherheitstechnik spezialisierte Unternehmen setzt damit eine Reihe von Zukäufen fort, mit denen es sein Wachstum forcieren will.

Der stark von der Bauindustrie abhängige Konzern litt in den vergangenen Jahren unter der weltweit schwachen Konjunktur. Mit Cardo will er insbesondere seine Position auf dem europäischen Markt für automatische Türen stärken. Außerdem verspricht er sich deutliche Kosteneinsparungen. Cardo kam 2009 auf einen Umsatz von umgerechnet knapp einer Milliarde Euro und einen operativen Gewinn von 88 Millionen Euro.

Die Übernahme erfolgt in zwei Schritten: Eine Kaufvereinbarung über 63,6 Prozent der Cardo-Anteile wurde bereits abgeschlossen, wie Assa mitteilte. Sie werde vom Cardo-Management unterstützt. Für die restlichen Aktien soll es eine Offerte geben. Assa bietet 420 Kronen je Anteilsschein. Der Cardo-Kurs sprang an der Stockholmer Börse um 48 Prozent auf 418 Kronen. Assa-Titel hingegen gaben 0,7 Prozent nach.

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