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Schließung unprofitabler Shops Kamps verkauft bald Nudelgerichte

Der italienische Nudelkonzern Barilla macht weitere Synergien des Kamps-Kaufs wahr. Kamps hat ein neues Shop-Konzept vorgestellt, in dem neben Brot und Brötchen auch heiße Nudelgerichte angeboten werden.

HB DÜSSELDORF. Das neue Ladenkonzept enthalte als Ergänzungsmöglichkeit zu den Kamps-Backwaren kalte und warme Snacks, sagte ein Kamps-Sprecher am Dienstag in Düsseldorf. Filialen könnten künftig auch Müsli und Säfte ins Angebot nehmen. Der erste Kamps-Shop mit der neuen Ausrichtung auf eine Ganztagesverpflegung werde Anfang 2004 in Berlin eröffnet.

Die Kamps AG will ihr gut 1 000 Filialen starkes Backshop-Netz in Deutschland aufmöbeln und damit gegen den Branchentrend wachsen. Neben Filialumbauten seien Schließungen unprofitabler Shops sowie Neueröffnungen in Innenstadtlagen vorgesehen. Neun von zehn Backshops der Kamps AG werden von selbstständigen Unternehmern bewirtschaftet. Das neue Konzept gilt als Beleg dafür, dass die Kamps AG an diesem Vertriebsweg festhält. Zuvor war in Presseberichten über einen Filialverkauf an Firmengründer Heiner Kamps spekuliert worden.

Der Konzern investiere in den nächsten drei Jahren rund 300 Millionen Euro. Mit neuen Produkten und Anlagen will Kamps wieder nachhaltig profitabel arbeiten. So könne der Konzern mit Top-Technik auch im Geschäft mit No-Name-Produkten für den Handel bestehen. Bei den Markenprodukten werde nach Golden Toast auch Lieken Urkorn unter anderem mit Werbung gestärkt. In den ersten neun Monaten 2003 wurde der Konzernverlust auf 28,7 Millionen Euro mehr als halbiert. Der Umsatz des Konzerns stieg um 1,5 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro.

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