Schub für Elektroautos Tesla legt seine Patente offen

Es ist ein Versuch, die Verbreitung von Elektroautos zu erhöhen: Der Elektro-Pionier Tesla will seine Patente offenlegen und auch der Konkurrenz zugänglich machen. Eine Kooperation mit BMW könnte hinzukommen.
Update: 13.06.2014 - 12:45 Uhr Kommentieren

Tesla legt Patente offen

Los Angeles/DüsseldorfEs ist eine Wette mit ungewissem Ausgang: Wie Tesla-Gründer Elon Musk auf dem Firmenblog des Eletroautobauers verkündete, will das Unternehmen auf einen weiteren Schutz seiner Patente verzichten – und so die Technik des hochgelobten Model S auch der Konkurrenz offenlegen.

Das Kalkül hinter der Idee: Wenn auch andere Autohersteller die Tesla-Technologie mit nur geringen Entwicklungskosten nutzen können, steigt die Verbreitung von Elektroautos allgemein – wovon dann auch wieder Tesla selbst über ein besseres Lade-Netz und ein höheres Bewusstsein für E-Autos profitiert. Doch es ist eine Wette – der Verlust der exklusiven Technologie könnte auch nach hinten losgehen.

Tesla werde keine Patentklagen gegen all diejenigen anstreben, die „in gutem Glauben unsere Technologie nutzen wollen“, so Musk. „Tesla wurde gegründet, um die Einführung nachhaltiger Mobilität zu beschleunigen. Wenn wir einen Weg zum Bau attraktiver Elektroautos aufzeigen wollen, dann aber die Landminen des geistigen Eigentums auswerfen um andere behindern, agieren wir genau im Gegensatz zu diesem Ziel.“

Noch bei der Hauptversammlung vergangene Woche hatte Musk gesagt, zu wenige Autohersteller würden „ernsthafte“ Elektroautos anbieten. Zudem versprach er, etwas dagegen tun zu wollen – was er jetzt mit der Aufgabe der Patente getan hat.

Nach Daimler könnte auch der Münchener Autobauer BMW will mit dem amerikanischen Elektroauto-Pionier Tesla enger zusammenarbeiten. Manager beider Unternehmen hätten sich am Mittwoch getroffen, erklärte BMW am Freitag. Es sei diskutiert worden, wie die Entwicklung der Elektromobilität international vorangetrieben werden könne.

Umweltschonende Elektroautos sind bisher kaum verbreitet. Die Technik ist noch zu teuer, die Batterien haben eine geringe Reichweite und brauchen viel Zeit zum Laden, und die Ladeinfrastruktur ist noch viel zu lückenhaft. Tesla baut in Deutschland bereits mit der Deutschen Bahn ein Netzwerk an Schnell-Ladestationen an Autobahnen auf. Um dieses Thema ging es auch bei den Gesprächen mit BMW.

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