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Schuldenkrise Maschinenbauern brechen die Bestellungen weg

Die deutschen Maschinenbauer bekommen die Schuldenkrise in den Euro-Ländern zu spüren. Für positive Impulse sorgten dagegen Geschäfte mit Kunden außerhalb Europas. Insgesamt schrumpfte der Auftragseingang jedoch.
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Der VDMA prognostiziert für 2012 eine Stagnation im Maschinenbau. Quelle: picture-alliance/ dpa

Der VDMA prognostiziert für 2012 eine Stagnation im Maschinenbau.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Düsseldorf/FrankfurtIm März brachen die Bestellungen aus den Euro-Ländern um 17 Prozent ein, wie Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, am Donnerstag sagte. Insgesamt schrumpfte der Auftragseingang im März um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aus dem Inland kamen vier Prozent weniger Aufträge, aus dem Ausland zwei Prozent weniger Bestellungen.

Für positive Impulse sorgten dagegen florierende Geschäfte mit Kunden außerhalb Europas. Das betonte auch Wiechers: „Die Orders aus dem Euro-Raum verloren mit minus 17 Prozent weiterhin an Boden.“ Gut ein Viertel der deutschen Maschinenbauexporte gehen in den Euroraum, wichtigster Absatzmarkt im Währungsgebiet und Nummer drei weltweit ist Frankreich - hinter den größten Exportmärkten China und USA.

Das schon in den Vormonaten zu beobachtende Bild der Stabilisierung bestätige sich indes. „Damit bestätigt sich das Bild der letzten Monate. Wir gehen in eine Seitwärtsbewegung“, sagte Wiechers. Im Ausland zeichne sogar eine leichte Aufwärtsbewegung ab. „Allerdings ist weiter Vorsicht angebracht. Das Ganze ist noch sehr fragil.“

„Insgesamt sehen wir trotz der Minusraten eine Stabilisierung bei den Bestellungen auf mittelmäßigem Niveau. Das gilt aber nicht für die Eurozone. Hier geht es von Monat zu Monat nach unten“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Für Hoffnungen sorgen die Industriemessen im April und Mai, wie die Hannover Messe, die aktuell laufende Druckmaschinen-Schau Drupa in Düsseldorf und die IFAT Entsorga in München. "Der Optimismus beispielsweise in Hannover war groß und bestätigt uns in unserer Einschätzung einer anziehenden Konjunktur im Verlauf des Jahres", sagte der VDMA-Experte.

Der Branchenverband bleibt bei seiner Prognose, wonach die Produktion im laufenden Jahr auf Vorjahresniveau stagnieren wird. Dazu müsste die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder anziehen. Auch der Beschäftigungsaufbau dürfte sich nach der Verbandsprognose moderat fortsetzen. Im vergangenen Jahr hatten die Betriebe 35 000 neue Stellen geschaffen, zum Jahresende beschäftigten sie auf 948 000 Menschen. Der positive Trend setzte sich seit Jahresbeginn fort: Ende Februar hatten die Unternehmen 962 000 Mitarbeiter.

Die Branche, zu der neben den börsennotierten Konzernen wie ThyssenKrupp, Gea und Gildemeister viele Mittelständler gehören, beschäftigt in Deutschland derzeit rund 962.000 Mitarbeiter und zählt zum Rückrat der deutschen Wirtschaft. Hinzu kommen etwa 60.000 Zeitarbeiter. Im Ausland beschäftigen die Firmen rund 350.000 Menschen.

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  • rtr
  • dpa
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