Schuldenverzicht gegen Eigenkapital Mitsubishi könnte ein Schuldenerlass winken

Für Mitsubishi könnte der Schuldenberg bald schrumpfen: Zwei Großgläubiger des japanischen Autoherstellers Mitsubishi Motors wollen nach Angaben aus Kreisen noch am Mittwoch über einen Schuldenverzicht entscheiden.

HB TOKIO. An der mangelnden Bereitschaft der Mitsubishi-Gruppe zu einem Schuldenerlass war nach Angaben von Daimler-Chrysler-Vorstandschef Jürgen Schrempp ein erster Sanierungsversuch gescheitert, an dem sich der deutsch-amerikanische Automobilkonzern beteiligt hätte.

Die Bank of Tokyo-Mitsubishi und die Mitsubishi Trust & Banking Corp, die beide zur Mitsubishi Tokyo Financial Corp gehören, wollen nach Angaben aus den Kreisen des Mitsubishi-Industriekonglomerats auf insgesamt 130 Milliarden Yen (920 Millionen Euro) an Verbindlichkeiten verzichten. Im Gegenzug sollen sie Eigenkapital erhalten. Der mit 37 Prozent größte Mitsubishi-Aktionär Daimler-Chrysler hatte überraschend Ende April seinen Ausstieg aus der Sanierung erklärt.

Am Freitag will Mitsubishi Motors einen neuen Sanierungsplan vorstellen, der nur mit Unterstützung der Großaktionäre aus der Mitsubishi-Gruppe zu Stande kommen soll. Er soll Kreisen zufolge ein Volumen von 450 Milliarden Yen (3,3 Milliarden Euro) haben.

Der japanische Autobauer leidet vor allem unter seiner Milliarden-Schuldenlast. Allein bei den beiden Banken aus der Mitsubishi-Gruppe ist Mitsubishi Motors mit knapp 200 Milliarden Yen (1,5 Milliarden Euro) verschuldet, insgesamt liegen die Verbindlichkeiten im operativen Geschäft bei rund 5,5 Milliarden Euro.

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