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Schwache Nachfrage Kurzarbeit bei ThyssenKrupp ab August möglich

Wegen der schwachen Nachfrage könnte es bei ThyssenKrupp bald zur Kurzarbeit kommen. Die Beschäftigten des Stahlkonzerns sollen in der Zeit qualifiziert werden und einen Großteil ihres Gehalts bekommen.
13.07.2012 Update: 13.07.2012 - 15:38 Uhr 2 Kommentare
Ein Stahlarbeiter im ThyssenKrupp-Werk in Bochum steht vor einem glühenden Stahlcoil. Quelle: dpa

Ein Stahlarbeiter im ThyssenKrupp-Werk in Bochum steht vor einem glühenden Stahlcoil.

(Foto: dpa)

Düsseldorf In der Stahlsparte von ThyssenKrupp könnten wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche bereits im August die ersten Beschäftigten in Kurzarbeit gehen. Darüber werde Ende Juli entschieden, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von ThyssenKrupp Steel Europe, Günter Back, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Gespräche laufen. Ende Juli wird es eine Entscheidung geben", bestätigte ein Konzernsprecher.

Für die Einführung von Kurzarbeit muss an jedem Standort einzeln geprüft werden, wie es um die Auslastung der Anlagen bestellt ist. "Die ersten Anlagen könnten im August betroffen sein", sagte Betriebsratschef Back. Eine flächendeckende Kurzarbeit für die rund 24.000 Beschäftigten an allen sechs Standorten sei nicht geplant.

Der größte deutsche Stahlkonzern leidet wie die gesamte Branche unter den schwachen Auftragseingängen. Die Kunden halten sich wegen Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung mit den Bestellungen zurück. Auch um die Preise zu sichern, haben einige Hersteller ihre Produktion zurückgefahren.

ThyssenKrupp will einen in Duisburg zur Wartung stillgelegten Hochofen in diesem Jahr nicht mehr anfahren. Im ersten Halbjahr ging die Rohstahlproduktion der Schwerindustrie in Deutschland mit Konzernen wie ThyssenKrupp, Salzgitter und ArcelorMittal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast sechs Prozent zurück.

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    ThyssenKrupp hatte bereits während der Wirtschaftskrise Kurzarbeit in seinen Stahlwerken gefahren. Bevor das Management und der Betriebsrat zu diesem Mittel greifen, werden andere Maßnahmen, wie etwa der Abbau von Arbeitszeitkonten, ausgeschöpft.

    Wenn es zur Kurzarbeit kommt, sollen die Beschäftigten weiterqualifiziert werden. Betriebsratschef Back zufolge erhalten die Mitarbeiter dann neben dem Kurzarbeitergeld eine zusätzliche Vergütung. Dadurch könnten sie auf 90 bis 93 Prozent ihrer üblichen Bezüge kommen.

    • rtr
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    2 Kommentare zu "Schwache Nachfrage: Kurzarbeit bei ThyssenKrupp ab August möglich"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kurzarbeit bedeutet Subventionen vom Staat.
      Firmen mit Milliardengewinnen bekommen dann Subventionen....ja gehts denn noch?

    • Ach, wie kommt das? Gestern hieß es doch noch, dass wir so viele Fachkräfte brauchen und jetzt soll wegen mangelnder Nachfrage, trotz EURO auf Kurzarbeit umgestellt werden?

      Unsere Politiker sollten endlich der Realität ins Auge sehen. Unsere Wirtschaft hat jetzt schon in viele Bereichen Überbeschäftigung.

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