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Schwacher Automarkt Ford baut in Saarlouis Stellen ab

Etliche Zeitarbeiter werden ihre Verträge von Ford nicht verlängert bekommen. Der Autobauer wird wegen des schlechten Europa-Absatzes die Produktion im Werk Saarlouis zurückfahren. Auch im Sport-Engagement wird gespart.
15.10.2012 - 18:53 Uhr Kommentieren
Produktion bei Ford: Einige Leiharbeiter werden in Saarlouis nicht weiter beschäftigt. Quelle: dpa

Produktion bei Ford: Einige Leiharbeiter werden in Saarlouis nicht weiter beschäftigt.

(Foto: dpa)

Saarlouis/Köln Wegen des schwächelnden europäischen Automarktes fährt das Ford-Werk in Saarlouis die Produktion herunter und baut Stellen ab. Statt wie bisher 1670 Fahrzeuge pro Tag würden vom 1. November an täglich nur noch 1530 Fahrzeuge gefertigt, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Montag in Köln. Die Verträge von 80 Zeitarbeitnehmern würden deswegen nicht mehr verlängert.

Ob darüber hinaus Stellen wegfallen oder Kurzarbeit beantragt wird, stehe nicht fest. Geplant seien dies momentan nicht. Der Saarländische Rundfunk hatte zuvor berichtet, dass rund 200 Leiharbeiter bis zum Jahresende das Werk verlassen müssten.

Die einzige Sparmaßnahme des Autobauers ist das nicht. Ford beendet nach dieser Saison sein Werksengagement in der Rallye-Weltmeisterschaft. Dies gab der Konzern am Montag in einer offiziellen Erklärung bekannt.

„Ford hat eine lange und stolze Geschichte in der Rallye-Weltmeisterschaft und es war keine leichte Entscheidung“, sagte Roelant de Waard, Marketing-Vizepräsident Ford Europa. Derzeit sei es für das Unternehmen und die Marke Ford besser, das Engagement in der Rallye-WM zu reduzieren und die Ressourcen in andere Bereiche fließen zu lassen.

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    Ford werde aber weiter mit seinem langjährigen Partner M-Sport in England zusammenarbeiten. Mit M-Sport hat Ford seit 1997 225 WM-Rallyes bestritten, dabei 208 Podiumsplatzierungen erreicht, 52 Siege eingefahren und zwei WM-Titel gewonnen. Ford ist nach Mini der BMW-Gruppe der zweite Hersteller, der sich zum Ende des Jahres offiziell aus der Rallye-WM verabschiedet. Dafür steigt 2013 Volkswagen für einen komplette Saison in die Rallye-Königsklasse ein. Auch der koreanische Automobilhersteller Hyundai hat für nächstes Jahr sein WM-Comeback angekündigt.

    • dpa
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