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Schwäche in China Gewinnwarnung schickt Geely-Aktie auf Talfahrt

Der chinesische Daimler-Investor und Volvo-Eigner Geely verfehlt im Heimatmarkt China fast alle Ziele. Die Investoren nehmen Abstand von der Aktie.
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Modell des chinesischen Autobauers Geely Quelle: Reuters
Geely-Modell auf der Automesse in Schanghai

Modell des chinesischen Autobauers Geely

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der chinesische Autobauer Geely erlebt nach Jahren des rasanten Wachstums einen heftigen Dämpfer. Die Chinesen, die unter anderem an Daimler beteiligt sind, leiden massiv unter der Absatzschwäche auf dem heimischen Markt und mussten am Montag nach Börsenschluss in Hongkong eine Gewinnwarnung herausgeben.

Der Nettogewinn werde in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf umgerechnet 865 Millionen Dollar sinken, teilte der Autobauer mit. Damit fällt das Finanzergebnis wohl noch schlechter aus als von den Analysten erwartet. Die Aktie gab daraufhin um satte 7,5 Prozent nach, erholte sich im frühen Handel jedoch wieder. Doch in einer Woche haben die Anteile nun 12,5 Prozent an Wert verloren. Denn der ambitionierte Konzern um Gründer Li Shufu droht alle selbstgesteckten Ziele zu verfehlen.

Der Absatz leidet massiv unter der Schwäche im Heimatmarkt. Nach Jahren des Wachstums war Chinas Automarkt in den vergangenen Monaten erstmals wieder geschrumpft. In der Volksrepublik gingen die Geely-Verkäufe im ersten Halbjahr um 33 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum sanken die weltweiten Verkäufe von Geely um 15 Prozent auf 651.680 Fahrzeuge, teilte Chinas größter Autobauer mit. Für das Gesamtjahr geht der Konzern „wegen der anhaltenden Unsicherheiten im chinesischen Markt“ davon aus, dass die Verkäufe um zehn Prozent auf 1,36 Millionen Fahrzeuge zurückgehen werden.

Um die hohe Abhängigkeit vom Heimatmarkt zu verringern, drängen die Chinesen auch auf die internationalen Märkte. Mit der Marke Lynk & Co, die in Kooperation mit der Schwestermarke Volvo entwickelt wurde, wollen die Chinesen perspektivisch ab 2020 auch in Europa durchstarten. Kurzfristig dürfte das die Schwäche auf dem Heimatmarkt aber nicht ausgleichen.

Die Anleger blicken darum auf die Präsentation der ersten Finanzzahlen im August. Auch in Stuttgart dürfte man gespannt nach Hongkong schauen. Geely-Gründer Li Shufu hält mit seiner Investmentfirma „Tenaciou3 Prospect Investment Limited“ rund 9,7 Prozent Anteile an Daimlerund ist damit der größte Einzelaktionär der Schwaben.

Darüber hinaus ist Geely ein wichtiger Partner auf dem chinesischen Markt. Ein Joint-Venture der beiden Unternehmen soll künftig den Smart komplett in China fertigen. Gemeinsam planen sie auch einen Luxus-Fahrdienst.

Mehr: Geely-Chef Li Shufu hat sich fast zehn Prozent der Daimler-Anteile gesichert. So tickt „der verrückte Autobauer“.

 

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