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Schweizer Spezialchemiekonzern Einstieg der saudischen Sabic braucht länger als geplant

Für das Schweizer Unternehmen sollte der saudi-arabische Chemieriese Sabic ein starker Ankeraktionär werden. Doch der Einstieg bereitet Probleme.
25.07.2018 Update: 25.07.2018 - 15:52 Uhr Kommentieren
Der Chemiekonzern möchte eine bereinigte Ebitda-Marge zwischen 16 und 19 Prozent erreichen. Quelle: Reuters
Clariant

Der Chemiekonzern möchte eine bereinigte Ebitda-Marge zwischen 16 und 19 Prozent erreichen.

(Foto: Reuters)

Zürich Der saudi-arabische Investor Sabic will beim schweizerischen Chemieunternehmen Clariant einsteigen – doch der Deal braucht nun länger als geplant. Sabic muss noch auf das grüne Licht der Kartellwächter warten, erklärte Clariant-Chef Hariolf Kottmann am Mittwoch. „Bevor die Freigabe der Behörden vorliegt, ist Sabic bei uns kein Aktionär“, sagte Kottmann im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Prozess habe sich verzögert, es gäbe aber keine grundsätzlichen Einwände gegen die Freigabe.

Die Verzögerungen bescheren den Schweizern eine Hängepartie: Investoren warten auf eine neue Strategie des Spezialchemiekonzerns. Doch die Pläne kann Clariant erst vorstellen, wenn der Deal in trockenen Tüchern ist. Dabei verbindet Clariant mit Sabic große Hoffnungen. Mit ihrem Einstieg werden die Saudis zum Ankeraktionär – und könnten damit endlich für die ersehnte Ruhe sorgen. Denn lange galt Clariant als potenzielles Übernahmeziel und wurde von Investoren vor sich hergetrieben.

Sabic hatte die Anteile von dem aktivistischen Investor White Tale übernommen. Die Amerikaner hatten massiven Druck auf das Clariant-Management ausgeübt, um eine Fusion mit dem amerikanischen Rivalen Huntsman zu verhindern. White Tale hielt knapp ein Viertel der Clariant-Aktien und forderte eine Zerschlagung des Konzerns, gab dann jedoch auf – und verkaufte die Aktien an Sabic. Doch solange das Verfahren läuft, befindet sich Sabic formal noch nicht im Besitz der Papiere.

Sabic und Clariant haben eine engere Kooperation in Aussicht gestellt. Ohne die Freigabe könne man aber nur bestimmte Themen gemeinsam besprechen. „Wir stehen natürlich im Austausch, aber eine substanzielle Kooperation können wir erst nach dem Einstieg angehen“, sagte Kottmann. Damit verzögere sich auch die Vorstellung der aktualisierten Strategie, die eigentlich im September erfolgen sollte.

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    Unterdessen sorgt auch der neue Großaktionär Sabic für Schlagzeilen: Der Ölriese Saudi-Aramco liebäugelt mit einer Beteiligung an der Chemiefirma. Den möglichen Einstieg des Ölriesen bei Sabic sieht Clariant-Chef Kottmann gelassen: „Ich denke nicht, dass das für uns irgendwelche positiven oder negativen Folgen haben wird“. Saudi-Aramco befindet sich laut eigenen Angaben im „frühen Stadium“ der Übernahme von Sabic-Anteilen.

    Trotz der Hängepartie lief das Geschäft bei den Schweizern erfreulich. Clariant steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um acht Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. Auch der Gewinn kletterte um rund acht Prozent auf 211 Millionen Franken. „Das Geschäft entwickelt sich gut“, sagte Finanzchef Patrick Jany. „Wir blicken optimistisch ins zweite Halbjahr“. Es sei jedoch schwer abzusehen, welche möglichen Folgen der drohende Handelsstreit für die Konjunktur haben werde.

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