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Schweizer Technologiekonzern Oerlikon gerät nach US-Sanktionen gegen Aktionär in Erklärungsnot

Nach US-Sanktionen gegen Oerlikon-Großaktionär Viktor Vekselberg muss der Schweizer Konzern gegenüber Banken Aufklärung leisten.
Update: 02.05.2018 - 09:49 Uhr Kommentieren
Der Anlagenbauer freut sich über ein gutes erstes Quartal. Der Auftragseingang betrug 974 Millionen Franken. Sanktionen gegen den russischen Großaktionär sorgen hingegen für kritische Nachfragen von Banken. Quelle: Imago
Oerlikon

Der Anlagenbauer freut sich über ein gutes erstes Quartal. Der Auftragseingang betrug 974 Millionen Franken. Sanktionen gegen den russischen Großaktionär sorgen hingegen für kritische Nachfragen von Banken.

(Foto: Imago)

ZürichDie US-Sanktionen gegen Großaktionär Viktor Vekselberg haben beim Schweizer Oerlikon-Konzern gegenüber einzelnen Banken Erklärungsbedarf ausgelöst.

Konzernchef Roland Fischer bekräftigte am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Anlagenbauer selbst nicht von Sanktionen betroffen sei. Operativ spüre der Konzern deshalb keine Auswirkungen. „Wir haben weiterhin Aufträge von US-Kunden, und zwar quer über alle Segmente hinweg”, sagte Fischer.

Dagegen gebe es Nachfragen von einzelnen Finanzhäusern, bevor diese in Transaktionen mit Oerlikon einwilligten. „Wir beobachten die Situation genau und befinden uns laufend im Gespräch mit unseren Banken.”

Das US-Finanzministerium hatte Anfang April gegen sieben Russen und zwölf ihrer Firmen Strafmaßnahmen verhängt, darunter auch gegen den Oligarchen Vekselberg, dessen Beteiligungsgesellschaft Renova mit 43 Prozent an Oerlikon beteiligt ist.

Weil die Beteiligung unter der 50-Prozent-Schwelle liegt, gilt Oerlikon weder als sanktioniertes noch als blockiertes Unternehmen. Entsprechend sind auch Amerikaner und ihre Gesellschaften in ihren Geschäften mit Oerlikon oder Investitionen in Oerlikon nicht eingeschränkt.

Der Schweizer Konzern steigerte im ersten Quartal 2018 den Auftragseingang um 37,8 Prozent auf einen Rekordstand von 974 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte um 43 Prozent auf 123 Millionen Franken. Der Konzern peile einen Auftragseingang von bis zu 3,4 Milliarden Franken und eine Verbesserung der Ebitda-Marge auf rund 15 Prozent an.

Analysten hatten für das erste Quartal mit einem Auftragseingang von 847 Millionen Franken und einem Ebitda von 120 Millionen Franken gerechnet. Der Aufschwung im Textilmaschinengeschäft von Oerlikon wird vor allem durch die Nachfrage chinesischer Kunden nach modernen Anlagen getrieben.

Dieser Boom dürfte zumindest im laufenden Jahr anhalten. Wie sich 2019 entwickle, müsse sich noch zeigen. „Aber spätestens in 2020 muss sich das wieder ein Stück weit normalisieren”, sagte Fischer.

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  • rtr
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