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Schweizer Technologiekonzern Oerlikon verkauft Getriebegeschäft an US-Autozulieferer

Oerlikon will seine Getriebe-Tochter GrazianoFairfield an den amerikanischen Automobilzulieferer Dana abgeben. Ein Börsengang war zuvor gescheitert.
30.07.2018 Update: 30.07.2018 - 08:41 Uhr Kommentieren
Die Transaktion soll Ende 2018 oder im ersten Quartal 2019 stattfinden. Quelle: Felix Kädpa
Getriebe

Die Transaktion soll Ende 2018 oder im ersten Quartal 2019 stattfinden.

(Foto: Felix Kädpa)

Zürich Nicht einmal einen Monat nach dem Scheitern des Börsengangs hat der Schweizer Oerlikon-Konzern eine andere Lösung für seine Getriebesparte gefunden. GrazianoFairfield geht für rund 600 Millionen Franken an den amerikanischen Fahrzeug-Zulieferer Dana, wie Oerlikon am Montag mitteilte.

Die Erlöse aus der Transaktion, die Ende 2018 oder im ersten Quartal 2019 abgeschlossen werden soll, will das Traditionsunternehmen in das Oberflächengeschäft investieren. Dazu gehörten auch Zukäufe, erklärte ein Oerlikon-Sprecher. Vorbörslich zogen die Oerlikon-Aktien 1,5 Prozent an.

GrazianoFairfield stellt Getriebe für Landwirtschaftsfahrzeuge, Busse oder Golfwagen her und ist in Teilbereichen ein Wettbewerber der wesentlich größeren ZF Friedrichshafen. Die in der Endphase einer jahrelangen Restrukturierung steckende Firma steigerte den Umsatz 2017 um ein Fünftel auf 730 Millionen Franken oder rund ein Viertel des Konzernumsatzes.

Oerlikon wollte das Getriebegeschäft Anfang Juli für bis zu 620 Millionen Franken an die Schweizer Börse bringen. Die zunehmende Risikoscheu der Investoren angesichts der globalen Handelsstreitigkeiten machten dem Konzern, an dem der russische Oligarch Viktor Vekselber maßgeblich beteiligt ist, aber einen Strich durch die Rechnung. Ein Sprecher erklärte damals, ein IPO sei weiterhin die beste Option für das Getriebe-Geschäft. Doch nun änderte sich offenbar diese Einschätzung. Dana sei nach dem Aufschub der IPO-Pläne auf Oerlikon zugekommen, sagte der Sprecher.

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    Dana und GrazianoFairfield seien beide im Getriebegeschäft tätig und ergänzten sich gut. Der Konzern aus dem US-Bundesstaat Ohio, der Komponenten für Fahrzeuge oder Baumaschinen liefert, kam 2017 auf einem Umsatz von 7,2 Milliarden Dollar. Oerlikon will sich in Zukunft vor allem auf das Oberflächengeschäft konzentrieren, wo das Unternehmen unter anderem Flugzeugturbinen, Nockenwellen von Formel 1-Motoren oder Zahntechnik-Schrauben beschichtet. Auch das bisherige dritte Standbein, das Textilmaschinengeschäft, soll gestärkt werden. Analysten schließen aber nicht aus, dass Oerlikon den Bereich über die Zeit ebenfalls abstößt.

    • rtr
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