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Schwere Vorwürfe von Kleinaktionärsvertretern Schrempp setzt Frist für Maut-Lösung

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Für die Geschäftsjahre 2003 und 2004 werde Daimler-Chrysler durch Toll Collect mit voraussichtlich insgesamt rund 250 Mill. € belastet, sagte Gentz. Darin enthalten seien laufende Verluste, die vertraglichen Strafzahlungen und Abschreibungen auf den Buchwert von Toll Collect. Schadenersatzforderungen seien jedoch unberechtigt, Rückstellungen in der Konzernbilanz nicht notwendig, sagte der Finanzvorstand.

Experten halten diese Schätzung für sehr niedrig gegriffen. „Eine sehr konservative Schätzung wird davon ausgehen müssen, dass da zumindestens ein dreistelliger Millionenbetrag, etwa 500 Mill. €, auf jeden Fall verbrannt sind durch die Totalabschreibung auf Toll Collect“, sagte der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), Lars Labryga, im ZDF. Der Aktionärsschützer erhob zudem Vorwürfe gegen die Chefs der am Konsortium beteiligten Konzerne Daimler-Chrysler und Deutsche Telekom. „Hier haben sich Schrempp wie auch Ricke (...) hinter dem Unternehmen Toll Collect versteckt, sind aber natürlich in der Verantwortung.“ Beide hätten der deutschen Wirtschaft und dem Ansehen ihrer Unternehmen schweren Schaden zugefügt.

Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) will Toll Collect wegen der Einnahmeausfälle der Maut von rund 10 Mrd. € haftbar machen. Das System sollte eigentlich bereits im August 2003 starten, war wegen technischer Schwierigkeiten aber mehrmals verschoben worden. Den Vorschlag des Konsortiums für einen Mautstart Ende 2005 in einer abgespeckten Version hatte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) am Dienstag zurückgewiesen.

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