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„Schwerwiegende Verstöße“ Fresenius lässt Übernahme von Akorn platzen

Der Gesundheitskonzern spricht von „schwerwiegenden Verstößen“ des Unternehmens Akorn gegen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde FDA.
22.04.2018 Update: 22.04.2018 - 20:25 Uhr Kommentieren
Die Konzernzentrale in Bad Homburg. Quelle: Reuters
Fresenius

Die Konzernzentrale in Bad Homburg.

(Foto: Reuters)

Bad Homburg, Düsseldorf Die Übernahmevereinbarung zwischen Fresenius und dem US-Generikahersteller Akorn ist gescheitert. Nachdem das Bad Homburger Unternehmen bereits im Februar Zweifel an der Übernahme geäußert und eine Untersuchung eingeleitet hatte, teilte der Konzern heute in einer Pressemitteilung mit, die Übernahmevereinbarung mit Akorn kündigen zu wollen, da das US-Unternehmen mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllt und gegen Auflagen der US-Gesundheitsbehörde FDA verstoßen habe.

Bei Fresenius hatten Anfang des Jahres anonyme Hinweise den Stein ins Rollen gebracht. Laut Fresenius-Chef Stephan Sturm waren die Informationen über angebliche Verstöße gegen FDA-Auflagen bei Produktinnovationen wohl so detailliert, dass man eine Untersuchung durch externe Sachverständige in Auftrag gegeben habe.

Akorn wäre mit 4,4 Milliarden Euro der zweitteuerste Zukauf von Fresenius gewesen – nach dem Anfang 2017 abgeschlossenen 5,8 Milliarden Euro teuren Erwerb der spanischen Klinikkette Quironsalud.

Akorn hatte ab Mitte vergangenen Jahres deutlich an Umsatz und Gewinn verloren, unter anderem weil eines der wichtigsten Produkt, Ephedrin, Konkurrenz bekommen hatte. Fresenius hatte nach früheren Angaben zwar einen Umsatzrückgang bei Ephedrin erwartet, aber nicht in der Größenordnung. Insgesamt war der Umsatz von Akorn 2017 um fast ein Viertel auf 841 Millionen Dollar geschrumpft.

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    Unter dem Strich rutschte Akorn sogar in die roten Zahlen: Das Unternehmen erzielte einen Verlust von 24,6 Millionen Dollar, nachdem im Jahr zuvor noch ein Gewinn von 184 Millionen Dollar erzielt wurde.

    Wie ein Sprecher von Fresenius gegenüber dem Handelsblatt sagte, sieht der Übernahmevertrag keine Strafzahlungen für den Fall der Aufkündigung vor. Fresenius bleibt bei seiner im Februar gegebenen Prognose für das Jahr 2018. Allerdings könnte jetzt ein langwieriger Rechtsstreit folgen, wenn Akorn gegen die Kündigung des Übernahmevertrags durch Fresenius klagt.

    Fresenius hatte im April vergangenen Jahres 34 Dollar je Akorn-Aktie geboten. Als Fresenius vor zwei Monaten die Prüfung der Datenqualität von Akorns Pipeline angekündigt und eine Übernahme in Frage gestellt hatte, war die Akorn-Aktie zeitweise unter 17 Dollar gesunken. Vergangenen Freitag ging sie mit 19,70 Dollar aus dem Handel.

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