Seat VW-Tochter lässt Iran-Pläne fallen

Seat will nun doch keine Fahrzeuge in den Iran exportieren und setzt stattdessen auf Europa. Die Probleme zwischen Washington und Teheran sollen bei der Entscheidung allerdings keine Rolle gespielt haben.
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Seat: VW-Tochter lässt Iran-Pläne fallen Quelle: AFP
Seat Leon Cross Sport

Seat möchte auf dem Heimatmarkt wachsen und hat deswegen entschieden, keine Fahrzeuge in den Iran zu liefern. Besonders in Italien und Frankreich sieht die Firma noch Wachstumspotential.

(Foto: AFP)

Berlin/HamburgDer spanische Autobauer Seat wird entgegen ersten Überlegungen doch keine Fahrzeuge in den Iran liefern. Die VW-Tochter will stattdessen weiter auf dem europäischen Heimatmarkt wachsen. Die Entscheidung habe nichts mit dem härteren Kurs von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran zu tun, teilte ein Seat-Sprecher am Unternehmenssitz in Martorell am Mittwoch auf Anfrage von Reuters mit.

Trumps Drohung mit der Abkehr vom Atomabkommen mit Iran hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Sollten die USA die Strafmaßnahmen gegen das Land erneut verhängen, hätte das auch schädliche Konsequenzen für deutsche Firmen.

Die Gewinner im europäischen Automarkt
Platz 10 - Kia
1 von 10

Schwebe wie ein Schmetterling, steche wie eine Biene – diesen Ratschlag von Profiboxer Mohammad Ali übersetzen die Koreaner mit dem Stinger in ein Automodell. Im Oktober konnte Kia kräftig zulegen. Der Absatz in der EU wuchs um 10 Prozent auf 38.000 Fahrzeuge. Im Gesamtjahr beträgt das Plus bislang 8,5 Prozent.

Platz 9 - Skoda
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In Wolfsburg dürfte der Neid auf die tschechische Schwester zunehmen. Anders als die Kernmarke legt Skoda auch im Oktober um 11,2 Prozent auf 55.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Das Jahresplus beträgt ordentliche 7,1 Prozent.

Platz 8 - Renault
3 von 10

Die Franzosen haben im Oktober einen außergewöhnlich erfolgreichen Verkaufsmonat in der EU hingelegt. Mit einem Plus von 16,8 Prozent auf 88.900 verkaufte Fahrzeuge gewinnen sie Marktanteile.

Platz 7 - Peugeot
4 von 10

Die SUV-Strategie von PSA-Chef Carlos Tavares trägt Früchte. Die neue Opel-Schwester gehört mit einem Plus von 17,7 Prozent und 76.700 verkauften Fahrzeugen zu den großen Gewinnern im europäischen Automarkt.

Platz 6 - Alfa Romeo
5 von 10

Time to say goodbye, wie Andrea Boccelli singt? Von wegen. Trotz jahrelanger Verkaufsgerüchte hat sich die italienische Premiummarke des FCA-Konzerns immer wieder berappelt. Mit 6.200 Fahrzeugen ist der Absatz im Oktober um 18,7 Prozent gestiegen, im Gesamtjahr sogar um 31,9 Prozent. Schuld ist der SUV Stelvio.

Platz 5 - Jeep
6 von 10

Die Lebensversicherung des FCA-Konzerns schwächelte zuletzt. Im Oktober kann die amerikanische Marke wieder deutlich um 19,8 Prozent auf rund 9400 verkaufte Fahrzeuge zulegen. Seit Jahresbeginn ist der Absatz allerdings nur leicht im Plus.

Platz 4 - Dacia
7 von 10

Erfolgsmodelle wie der Duster polieren die Absatzbilanz des Renault-Konzerns auf. Die rumänische Billigtochter legt im Oktober um 20 Prozent auf 34.600 Fahrzeuge zu, seit Jahresbeginn um 11,2 Prozent.

Seat müsse sich auf die Märkte in Europa konzentrieren, wo es noch genügend Wachstumspotenzial gebe, sagte der Sprecher. Dazu zählte er Italien und Frankreich, aber auch die Regionen Nordafrika und Südamerika. Der größte spanische Autobauer hatte nach einer etwa zehnjährigen Durststrecke dank eines Sanierungskurses und zahlreichen neuen Modellen im vergangenen Jahr erstmals wieder einen Gewinn geschrieben. Inzwischen gehört die Marke beim Absatz zu den am stärksten wachsenden VW-Töchtern.

Die Hauptmarke VW des Wolfsburger Konzerns war unlängst nach über 17 Jahren in den Iran zurückgekehrt und hatte mit einem iranischen Partner einen Vertrag über den Import von Fahrzeugen vereinbart. Ein Sprecher sagte, man beobachte die Entwicklung in dem Land angesichts des Streits mit den USA aufmerksam.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Seat: VW-Tochter lässt Iran-Pläne fallen"

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  • SEAT
    VW-Tochter lässt Iran-Pläne fallen
    Datum:
    18.10.2017 14:15 Uhr

    .................

    Jetzt erkennt Hoffentlich Griechenland welches Potential man ewig verschenkt durch die noch nicht eingeführte Produktion vom griechischen Auto " PONY " !

    Da hätte Griechenland locker und lässig mit dem IRAN Verträge abschließen können und seine Öl schulden beim IRAN locker bezahlen können als auch hätte Griechenland neue massive Arbeitsplätzen erschafft schon alleine aus dem Multiplizier-Effekt heraus der Griechische Wirtschaft !

  • SEAT
    VW-Tochter lässt Iran-Pläne fallen
    Datum:
    18.10.2017 14:15 Uhr
    Seat will nun doch keine Fahrzeuge in den Iran exportieren und setzt stattdessen auf Europa. Die Probleme zwischen Washington und Teheran sollen bei der Entscheidung allerdings keine Rolle gespielt haben.

    ...........................

    Zuerst die AUDI AG vor Jahren und jetzt SEAT !!!

    Da sieht man wie seit WINTERKORN seine Zeit bis heute man bei VW nicht dazu gelernt hat !

    bereits damals hatte ich geschrieben dass die Entscheidung der AUDI AG ein FATALER FEHLER GEWESEN SEI !

    Man hätte zu mindestens in Nachbarsländer Exportieren sollen und von dort dann die Verträge mit dem IRAN entstehen lassen sollen, so daß andere eine Bürgschaft übernehmen !

    Aber was kleiner Hans nicht gelernt hatte, das lernt jetzt der groß gewordener Hans auch nicht mehr ?

    ALS SEAT IN SPANIEN UNTER MEHR ALS 9% ARBEITSLOSIGKEIT GELITTEN HATTE, da wäre damals VW Händereibend in solche Verträgen gerne eingegangen !

    Und wenn die Elektromobilität dann Europa fest in der Hand hat dann denkt auch VW bei seine Rote Zahlen erneut über heutige Falsche Entscheidungen nochmal nach !

    Spätestens wenn es bei VW Aktien erneute Ängste aufkommen vor lauter Angst vor feindliche Übernahmen !!!

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