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Seit sieben Generationen im Besitz der Familie Geballte Tradition im Ruhrgebiet

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Neuhaus produziert noch immer auf dem Gelände im Wittener Ortsteil Heven, auf dem es 1745 angefangen hat. Zunächst wurden nur Winden für Pferdefuhrwerke hergestellt, später brachten die Kohlegruben im Umkreis von Witten viele Aufträge für die Arbeit in den Stollen. 1925 beschäftigte Neuhaus 25 Personen. Die entscheidende Idee zur Weiterentwicklung hatte J. Diederich Neuhaus als Vertreter der sechsten Generation 1953. Er ersetzte den bisher üblichen Handantrieb der Hebezeuge durch einen Druckluftmotor – ideal für den Einsatz im Untertagebergbau, wo Elektromotoren wegen möglicher Explosionen zu gefährlich sind.

Ende der siebziger Jahre lag der Jahresumsatz des Unternehmen bei rund 50 Mill. DM. Neuhaus lieferte fast ausschließlich an die Ruhrkohle. Diese Bindung brachte dem Unternehmen aber die bisher schwerste Krise. Denn die Schließung der Kohlegruben ließ den Absatz schrumpfen, das Auslandsgeschäft befand sich noch im Aufbau.

Zudem hatte Neuhaus ein, wie Unternehmensberater Reinhardt sagt, typisches Problem vieler Familiengesellschaften: die Nachfolge. Die Vertreter der sechsten Generation, J. Diederich Neuhaus und sein Bruder, zerstritten sich in der Geschäftsführung. Der Bruder ließ sich auszahlen. „Dies ist die schlechteste Lösung für ein Familienunternehmen, es kann ausbluten“, sagt Reinhardt. Neuhaus brachte die Trennung erstmalig eine hohe Verschuldung.

Da J. Diederich Neuhaus keine Kinder hatte, ließ sich 1995 der Neffe Wilfried Neuhaus-Galladé in die Pflicht nehmen, obwohl er eigentlich als Unternehmensberater tätig war. „Von meinem Onkel ist eine Last abgefallen, als er den Stab übergeben hat“, sagt der heute 48-jährige Chef. „Es sind viele glückliche Umstände nötig, dass ein Nachfolger aus der Familie bereit und fähig ist, das Unternehmen weiter zu führen“, sagt Hans Bethge von der Hamburger Unternehmensberatung Angermann.

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