September-Neuzulassungen Iberer schieben europäischen Automarkt an

Die Neuzulassungen in der EU sind im September um mehr als fünf Prozent gestiegen. In Spanien und Portugal springen die Verkäufe rasant nach oben. In Deutschland haben die Autobauer aber keinen Grund zur Freude.
Update: 16.10.2013 - 15:26 Uhr 5 Kommentare
Das neue BMW 4er Cabrio: Die Fahrzeughersteller hoffen seit Monaten inständig auf eine Erholung des Marktes. Quelle: obs

Das neue BMW 4er Cabrio: Die Fahrzeughersteller hoffen seit Monaten inständig auf eine Erholung des Marktes.

(Foto: obs)

FrankfurtAufatmen in Europas gebeutelter Automobilindustrie: Im September kamen in der EU 1,16 Millionen Neuwagen auf die Straßen und damit 5,4 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der europäische Herstellerverband ACEA am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Grund zum Feiern haben die Autobauer nach jahrelanger Abwärtsspirale aber noch nicht. Denn zum einen gab es einen Verkaufstag mehr, zum anderen war der Monat trotz der gestiegenen Autoverkäufe der zweitschlechteste September in der EU seit 2003. Das Absatzplus reichte zudem nicht aus, um die schlechten Geschäfte im bisherigen Jahresverlauf wettzumachen. In den ersten neun Monaten sanken die Neuzulassungen um knapp vier Prozent.

Dennoch glauben Experten, dass die Branche das Schlimmste hinter sich hat. „Der Absturz auf dem europäischen Automarkt scheint gebremst - weiter runter wird es wohl nicht gehen“, schrieb Peter Fuß, Autoexperte der Unternehmensberatung Ernst & Young. Die wichtigste Botschaft sei, dass die Branche in diesem Jahr voraussichtlich das Ende des Tunnels erreichen werde, ergänzte Analyst Carlos Da Silva von IHS Automotive. Die Lichtblicke häuften sich.

Von einer nachhaltigen Erholung sei der Markt jedoch noch weit entfernt, sagt Ernst & Young-Experte Fuß. Die Nachfrage sei weiter durch hohe Preisabschläge der Hersteller künstlich aufgebläht. Für das kommende Jahr rechnet er bestenfalls mit einem leichten Wachstum. Bis sich der Automarkt wirklich erhole, dürften noch mindestens zwei Jahre vergehen.

Größter Gewinner im September war der französische Hersteller Renault, der zusammen mit seiner Billigtochter Dacia gut ein Fünftel mehr Fahrzeuge losschlug als vor einem Jahr. Die Daimler-Nobelmarke Mercedes-Benz steigerte ihren Absatz dank mehrerer neuer Modelle um knapp 14 Prozent. Der Münchner Rivale BMW legte um 6,4 Prozent zu. Marktführer Volkswagen verbesserte sich um 5,8 Prozent und festigte seine Stellung, wobei diesmal vor allem die Töchter Seat und Skoda mit zweistelligen Zuwachsraten glänzten.

Peugeot und Fiat verlieren weiter
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5 Kommentare zu "September-Neuzulassungen: Iberer schieben europäischen Automarkt an"

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  • Vollkommen richtig:
    Nach der Schlacht werden die Toten gezählt!

    Und es wird jede Menge davon geben ...

  • Eine "Positivmeldung" die KEINE ist, Sudeuropa liegt am Boden, insb. im Bereich Konsum ... daran hat sich auch im September nichts geändert. Toll, diese irreführenden Headlines, lol.

  • Das sind vielleicht Schwarzgelder die untergebracht werden müßen

  • nun ja, wenn die jahre zuvor der absatz dauerhaft im zweistelligen prozentbereich eingebrochen ist, dann ist eine (kurzfristige?) erhöhung "um mehr als 5%" statistisch gesehen irelevant (ein meßfehler). daraus wird dann aber gleich eine sensationsmeldung gemacht, um die gute stimmung zu pushen. nun ja, mal sehen...

  • Verschenken die spanischen Banken etwa wieder Geld oder ist es eine gezielte Falschmeldung um den Euro noch zu retten.
    Die Realität in Spanien ist eine andere!

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