Serie: Pioniere der Wirtschaft Pioniere der Wirtschaft: Eberhard von Kuenheim

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Herkunft: Eberhard von Kuenheim wird am 2. Oktober 1928 in Juditten in der Nähe von Königsberg geboren. Sein Vater unterhält ein großes Trakehnergestüt. Die Familie entstammt dem elsässischen Uradel, lebt aber seit vielen Generationen in Ostpreußen. Im Alter von sieben Jahren verliert von Kuenheim seinen Vater. Er stirbt 1935 nach einem Sturz vom Pferd. Eberhard von Kuenheim besucht das Elite-Internat Salem und studiert nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft Maschinenbau an der Technischen Hochschule Stuttgart. Lebensunterhalt und Studiengeld verdient er sich als Fließbandarbeiter bei Bosch.

Karriere: Nach dem Studium arbeitet von Kuenheim bei dem Werkzeugmaschinenhersteller Max Müller in Hannover. 1965 wechselt er zur Quandt-Gruppe. Dort übernimmt er wichtige Funktionen als Generalbevollmächtigter der Quandt-Familien-Holding und als stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Industriewerke Karlsruhe-Augsburg (IWKA). Im September 1969 wird von Kuenheim zu BMW geschickt, einer weiteren Beteiligungsgesellschaft der Quandt-Gruppe. Dort wird von Kuenheim Anfang 1970 Vorstandsvorsitzender. Zu diesem Zeitpunkt hat das Unternehmen eine existenzbedrohende Krise hinter sich und liegt im Schatten des großen Konkurrenten Daimler-Benz. Unter von Kuenheims Führung ändert sich das. Er macht BMW groß und schafft mehr als 50 000 Arbeitsplätze. 1993 wechselt von Kuenheim an die Spitze des BMW-Aufsichtsrats. Dieses Amt gibt er 1999 auf. Inzwischen widmet sich von Kuenheim dem Wirtschaftsnachwuchs. In der Eberhard von Kuenheim Stiftung, die BMW im Jahr 2000 zu seinen Ehren einrichtete, entwickelt er Projekte zur Eliteförderung.

Unternehmen: BMW setzte im vergangenen Jahr 44 Milliarden Euro um und erwirtschaftete 2,2 Milliarden Euro Gewinn. Der Konzern beschäftigt knapp 106 000 Mitarbeiter. Mitglieder der Quandt-Familie sind die größten BMW-Einzelaktionäre. Gemeinsam besitzen sie gut 46 Prozent.

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